Review | 4K UHD | Interview mit einem Vampir

Der Preis des ewigen Lebens

Lange Zeit galten Vampirfilme aller Art als überwiegend preiswertig hergestellter Edeltrash aus den hinteren Ecken zahlloser Videotheken. Das änderte sich spätestens 1994, denn der mit absoluten Topstars besetzte Interview mit einem Vampir öffnete die Welt der Finsternis plötzlich für den Mainstream und belebte ein fast vergessenes Subgenre langfristig neu. Nun bringen Warner Bros. und PLAION Pictures die düstere Romanadaption nach Anne Rice erstmals als 4K UHD auf den Markt. Wir haben die Scheibe vorab für euch gesichtet.

Vertrieb: Warner Bros. Home Entertainment via PLAION Pictures

Erstveröffentlichung: 1994

Veröffentlichungstermin: 24. September 2026

Darsteller: Tom Cruise, Brad Pitt, Kirsten Dunst, Antonio Banderas und andere

Format: 4K UHD (Blu-Ray und DVD bereits erhältlich)

Preis: ab 34,99€*

Altersfreigabe: Ab 16 Jahren

IMDB | Metacritic




Der Film

Anfang der Neunzigerjahre führt der Journalist Daniel Molloy (Christian Slater) in einem Hotelzimmer irgendwo in San Francisco ein Interview mit Louis de Pointe du Lac (Brad Pitt), der behauptet, ein zweihundert Jahre alter Vampir zu sein. Dessen Geschichte beginnt in Louisiana, wo er bereits in jungen Jahren ein scheinbar sorgloses Leben als wohlhabender Plantagenbesitzer geführt hat. Als seine schwangere Frau zusammen mit dem herbeigesehnten Nachwuchs während der Geburt stirbt, verliert der untröstliche Louis jedweden Lebensmut. Sternhagelvoll und in tiefer Trauer wird er eines Nachts an einem Flussufer von New Orleans von dem Vampir Lestat (Tom Cruise) überfallen.

Der lebensmüde Plantagenbesitzer Louis lässt sich bereitwillig in einen Vampir verwandeln…die Freude über das neue Dasein ist allerdings nur von kurzer Dauer. | 4K UHD

Und obwohl die Blutsauger ihre Opfer für gewöhnlich bis auf den letzten Tropfen ausquetschen, erkennt Lestat die tiefe Abscheu seines Opfers gegenüber seiner eigenen Existenz und bietet Louis an, ihn in seinesgleichen zu verwandeln. Ein Angebot, dass der lebensmüde Witwer nur zu gerne akzeptiert, indem er wiederum das Blut Lestats trinkt. Eine Entscheidung, die er schon bald bereut. Denn während die Vampire theoretisch unsterblich sind, ist Tageslicht für sie tödlich und auch der immerwährende Durst nach frischem Lebenssaft lässt sich nicht durch guten Willen unterdrücken. Erschwerend hinzu kommt bald die Tatsache, dass Lestat das Töten sichtbar genießt, während sich Louis notgedrungen mit dem Blut von Wildtieren am Leben hält. 

Lestat betrachtet den Blutkonsum als sinnlichen Akt und ergötzt sich auf sadistische Weise am Ableben seiner Opfer. | 4K UHD

Schon bald entsteht ein immer größerer Graben zwischen den beiden Vampiren. Lestat ahnt, dass er den mehr und mehr mit seinem neuen Dasein hadernden Louis nicht ewig an sich binden kann und verwandelt auch die zehnjährige Waise Claudia (Kirsten Dunst) in einen Vampir, die Louis zuvor in einem Akt mangelnder Selbstbeherrschung noch gebissen hatte. Tatsächlich entsteht zwischen den drei Nachtgeschöpfen so etwas wie eine Familie, zudem entpuppt sich Claudia als wesentlich anpassungsfähigere Schülerin. Doch als die Jahrzehnte vergehen und Claudia äußerlich noch immer den Körper eines Kindes bewohnt, reift in ihr zusehends der Hass auf ihren Schöpfer. 

Die junge Waise Claudia ahnt noch nicht, dass sie für immer im Körper eines Kindes gefangen sein wird. | 4K UHD

Mit einem Trick gelingt es ihr, Lestat in eine scheinbar tödliche Falle zu locken, der trockengelegte Kadaver wird anschließend gemeinsam mit Louis im Sumpf versenkt. Beide fliehen nach Paris, wo sie die Bekanntschaft des Vampirs Santiago machen, der mit seinesgleichen eine Theatergruppe führt, zu der auch der charismatische Armand (Antonio Banderas) zählt. Als die Pariser Blutsauger herausbekommen, dass die Flüchtigen einen der Ihren getötet und damit gegen deren einziges Gesetz verstoßen haben, beginnt für beide ein grausames Martyrium, welches in einem Blutbad endet, an dem selbst Vampire nicht allzu viel Vergnügen finden dürften…

Die Rezension

Schon bevor Anne Rice im Jahr 1976 ihr gleichnamiges Buch veröffentlichte, erwarb Paramount Pictures die Filmrechte. Dann ist viele Jahre erstmal gar nichts passiert, bis die Rechte schließlich über Umwege bei Warner Bros. landeten. Dort wollte man zügig mit einer Umsetzung beginnen und kontaktierte dafür den unmittelbar vorher mit The Crying Game gleichermaßen bekannt wie erfolgreich gewordenen Neil Jordan. Der akzeptierte den Regieposten unter der Voraussetzung, die Vorlage höchstpersönlich in ein Drehbuch umarbeiten zu dürfen. Dabei reizte Jordan besonders die zentrale Auseinandersetzung mit menschlichen Schuldmotiven. Aber auch die Aussicht auf ein Budget von siebzig Millionen Dollar – für einen Genrefilm wie diesen damals eine unerhörte Summe – dürfte einiges dazu beigetragen haben, dass sich der Regisseur dem Projekt gerne annahm.

Journalist Molloy lauscht Louis’ Lebensgeschichte fasziniert…nur das Ende gefällt ihm nicht sonderlich gut. | 4K UHD

Bei der Besetzung der beiden männlichen Hauptrollen kam es früh zu Streitigkeiten mit Anne Rice, die für ihre Schöpfungen sehr konkrete Vorstellungen hatte und eine Liste mit eigenen Idealkandidaten einreichte. So gerieten unter anderem John Malkovich, Rutger Hauer und Jeremy Irons zunächst in die engere Wahl, ehe sich die Produzenten auf Brad Pitt und Tom Cruise festlegten, wobei Rice spezielle Vorbehalte gegen Cruise hegte und erfolglos anzuregen versuchte, die beiden mögen doch wenigstens die Rollen tauschen. Für die Rolle der Claudia arbeiteten sich die Produzenten durch tausende ambitionierte Jungdarsteller, entschieden sich am Ende aber doch für die damals erst zehnjährige Deutsch-Amerikanerin Kirsten Dunst, die zuallererst vorgesprochen und dabei eine sensationelle Performance gezeigt hatte. 

Die Pariser Vampire sind allesamt der Dekadenz verfallen. Nur der bodenständige Armand sticht aus der Masse positiv hervor – auch wenn die Momentaufnahme anderes vermuten lässt. | 4K UHD

Als Daniel Molloy wurde ursprünglich River Phoenix gecastet, als der allerdings wenige Monate vor Beginn der Dreharbeiten an einer Überdosis starb, übernahm Christian Slater den Part und spendete seine komplette Gage für einen wohltätigen Zweck. Gedreht wurde hauptsächlich an Originalschauplätzen, was dem Film einen besonders realistischen Look verleiht. Nur die Innenaufnahmen wurden in den altehrwürdigen Londoner Pinewood Studios gefilmt. Für zusätzliche Atmosphäre sorgt außerdem, dass Kameramann Philippe Rousselot beim Dreh fast vollständig auf künstliche Lichtquellen verzichtet hat. Stattdessen kamen primär Kerzen oder Öllampen zum Einsatz, was das extrem düstere Setting visuell wunderbar unterstreicht, gleichzeitig aber auch die Lebensrealität der Vampire hervorhebt. Den passenden Score dazu lieferte Elliot Goldenthal. 

Louis und Claudia leiden zusehends unter Lestats Tyrannei und beschließen, ihren gemeinsamen Schöpfer umzubringen… | 4K UHD

Vor allem für Brad Pitt erwiesen sich die Arbeiten als Tortur. Die monatelangen Drehs bei Nacht, dazu jeden Tag mehrere Stunden in der Maske und auch das Verhältnis zu Tom Cruise soll nicht toll gewesen sein. Die Aussicht auf eine Strafzahlung von vierzig Millionen Dollar ließ ihn dann aber trotzdem tapfer bis zur letzten Klappe aushalten. Zum Glück, denn Interview mit einem Vampir ist eine mehr als gelungene Adaption, wie letztendlich sogar Anne Rice reumütig zugeben musste. Anders als bisherige Filme aus dem Genre erforscht der Film weniger die animalischen Facetten des Blutsaugens, sondern stellt es stattdessen als einen beinahe sexuellen Akt dar, hält sich in Hinblick auf die offensichtlich homoerotische Natur zwischen Lestat und Louis allerdings bewusst zurück – man war damals einfach noch nicht ganz so weit. 

…was allerdings gar nicht so leicht ist, da der Fiesling über einen beharrlichen Überlebenswillen verfügt. | 4K UHD

Der rote Faden des Films behandelt stattdessen eher die unterschiedliche Interpretation des Vampirdaseins im Rahmen der zentralen Charaktere, wobei die klassische Romantisierung früherer Verfilmungen einem finsteren und exzessiven Realismus weicht. Über das in meinen Augen eher unsinnige Ende, welches zudem gänzlich von der Buchvorlage abweicht, kann man streiten. Über den Weg dahin dank guter Ausstattung, toller Darsteller – vor allem einer überragenden Kirsten Dunst – dagegen nicht. Die Zuschauer belohnten dieses Wagnis mit einer knappen Viertelmilliarde Dollar weltweitem Einspielergebnis. Weitere Adaptionen aus der Feder von Anne Rice und sogar eine etwas vorlagentreuere TV-Serie folgten, in den Augen vieler Kritiker bleibt Neil Jordans Film aber unerreicht. Dem ist von meiner Seite nicht zu widersprechen. 

Das Bild

Gedreht wurde ganz klassisch auf 35 Millimeter, wobei man sich bewusst für einen eher soften Look entschied, um die Masken etwas besser kaschieren zu können. Die erste Veröffentlichung auf Blu-Ray gab es von Warner Bros. bereits 2008, als das Medium noch ein bisschen in der Identitätsfindung war. Und so sieht das im Ergebnis leider auch aus. Leider ließ sich nicht genau in Erfahrung bringen, was für ein Master der Veröffentlichung zugrunde liegt, der Direktvergleich mit der DVD lässt jedoch erahnen, dass beide auf derselben Quelle basieren. Das hat man damals häufig gemacht, da die Ausgangsmaster immer noch eine bessere Qualität boten und man sich außerdem die Kosten für eine aufwändige Neuabtastung sparen konnte. 

Die Blu-Ray (Slider →) ist dermaßen kraftlos bei Farben und Kontrasten, dass man längst nicht mehr von einem Stilmittel sprechen kann. Im Vergleich bietet die 4K UHD (Slider ←) einen himmelweiten Unterschied.

Die Erstauflage der Blu-Ray, welche überdies komplett identisch zu der Neuveröffentlichung von 2014 ist und dem Set in unveränderter Form beiligt, erweckt zu keinem Zeitpunkt irgendeinen Eindruck von echtem High Definition – selbst wenn man über den gewollt soften Look inklusive bewusst farblich entsättigter Bilder hinwegsieht. Feine Details kann die Scheibe kaum darstellen, auch die Zeichnung in den Gesichtern ist durchgehend mittelmäßig. Selbst bei der Differenzierung sieht es nicht immer allzu gut aus und von Farbdynamik kann grundsätzlich keine Rede sein. Das mit Abstand größte Problem ist allerdings das Schwarz. Dabei mangelt es gar nicht mal Durchzeichnung, dafür auch hier an Kraft und Bildruhe. Im Fazit ist die Veröffentlichung deutlich näher an einer DVD und selbst da gibt’s bessere. Es ist wirklich SO schlimm.

Die Blu-Ray (Slider →) kann aufgrund ihres veralteten Masters und Encodings weder bei den Gesichtern, noch bei feinen Details überzeugen. Die 4K UHD (Slider ←) sieht dramatisch besser aus und liefert mit ihren warm-erdigen Farbpaletten ein wesentlich stimmigeres Bild.

Für die 4K UHD hat man bei Warner Bros. einen komplett neuen Transfer in nativem 4K vom ursprünglichen 35mm-Analogmaterial durchführen lassen und dieses anschließend einem umfangreichen Remastering unterzogen. Dazu gibt’s neben einem erweiterten Farbraum auch Support für HDR10 und Dolby Vision. Mit insgesamt sehr zufriedenstellenden Ergebnissen, denn schon in den Eröffnungsszene liefert die 4K UHD sattes Schwarz und legt damit eine eindrucksvolle Messlatte für die kommenden zwei Stunden, welche die bestehende Blu-Ray komplett in den Schatten stellt. Dabei bleibt’s zunächst ziemlich weich, was sich mit dem ersten Zusammentreffen zwischen Louis und Malloy aber zum Glück rasch ändert. Die stilistische Intention ist zwar erhalten geblieben, aber vor allem das Gesicht von Slater verfügt über dramatisch mehr Definition und wirkt außerdem plastischer. 

Dass Pitt als Vampir hier gewollt etwas flach und soft wirken soll, ist kein Problem. Die teils heftigen Kontrastflanken der Blu-Ray (Slider →) sind es schon eher. Auch hier hinterlässt die 4K UHD (Slider ←) den ausgewogeneren Eindruck.

Auch feine Details auf der Kleidung, zum Beispiel die Nähte an dessen Oberarm, bekommt die 4K UHD problemlos dargestellt, wo man diese im Rahmen der Blu-Ray allenfalls erahnen kann. Ein Trend, der sich innerhalb der zahllosen, detailverliebten Kostüme bis zum Ende fortsetzt. Anhaltend flach wirkt dagegen Pitt in den Nahaufnahmen, aber das ist eben so gewollt und hebt ihn optisch bestens von den Lebenden ab. Außerhalb der dunkleren Sequenzen dominieren erdig-warme Paletten mit Braun-Orange im Vordergrund, dazwischen geht es eher kühler zu. Highlights wie Claudias farbenfrohe Kleider gehen dabei nicht unter, sondern erhalten genügend Raum zur Entfaltung. 

Abschließend noch einmal ein Vergleich, wie groß die Auflösungsunterschiede zwischen Blu-Ray (Slider →) und 4K UHD (Slider ←) sind.

Gleichzeitig ist die 4K UHD nochmal ein Stück dunkler als die ohnehin schon finstere Blu-Ray. Dolby Vision ist hier eindeutig die bessere Wahl, da das dynamische System in den vielen lichtbefreiten Momenten sauberer durchzeichnet, wo HDR10 stellenweise etwas sumpfige Resultate produziert. Begleitet wird all das von einer angenehm feinen und natürlichen Körnung, die den ursprünglichen analogen Look anhaltend in Erinnerung ruft, ohne zu irgendeinem Zeitpunkt in Unruhen auszuarten. Insgesamt wahrhaft keine leichte Aufgabe, selbst für eine 4K UHD. Aber eine, welche die Scheibe am Ende überraschend souverän meistert. Insgesamt ein tolles, längst überfälliges Upgrade, welches abseits anhaltend einiger weniger, produktionsbedingter Unschärfen einen hervorragenden Eindruck hinterlässt. 

Der Ton

Und wie so oft bei Warner Bros. wird es meistens dann kritisch, wenn es um die Klangbestückung geht. Interview mit einem Vampir bildet dabei leider keine Ausnahme. Wo der O-Ton im Rahmen der Jubiläumsveröffentlichung von 2014 eine komplett neue Abmischung im verlustfreien Format DTS-HD MA 5.1 erfahren hat und man für die 4K UHD sogar noch weiter auf Dolby Atmos aufgerüstet hat, bleibt es im Deutschen immer noch bei der alten Klangkonserve aus dem DVD-Zeitalter, hier in Dolby Digital 5.1 – und die leidet unter zahlreichen Problemen. Angefangen damit, dass die Tonhöhe in der ersten Viertelstunde hörbar schwankt und sich erst mit Louis’ Verwandlung dauerhaft korrekt einpendelt. 

Louis rechnet gnadenlos mit seinen Peinigern ab. Zum Glück eignet sich eine Sense nicht nur zur Arbeit auf dem Feld! | 4K UHD

Ebenso lässt die räumliche Abmischung zu wünschen übrig. Zwar ist der Score durchgehend auf den hinteren Lautsprechern aktiv, ein Großteil der Effekte bleibt aber chronisch auf die Front beschränkt, selbst wenn diese dort gar nichts zu suchen haben. Wenn Louis dann später das Vampirversteck in Brand setzt, kommt von hinten fast gar nichts, während aus dem Subwoofer kaum mehr als ein müdes Lüftchen tönt. Die Dialoge sind grundlegend gut verständlich, lassen allerdings Dynamik vermissen. Mit sowas hat man schon vor knapp zwanzig Jahren niemanden vom Hocker hauen können, in der Gegenwart klingt das in der Summe nochmal eine Ecke trauriger. Die englische Masterspur zeigt sich bereits in jedem Aspekt dramatisch überlegen und bringt genau jene präzise und kraftvolle Abmischung, die man im Deutschen permanent vermisst. 

Was Vampire so unter einem Kombi-Menü verstehen…| 4K UHD

Wandern wir von dort zu der neuen Atmos-Spur, klingt die auf der regulären Ebene identisch gut. Die zusätzliche Höhenebene wird am ehesten vom Score belegt, auch weil es nur wenige Highlights gibt, die man realistisch an der Decke verorten würde. Als Beispiel kann man die Szene nennen, wo die Sklaven Louis’ Anwesen niederbrennen und das Feuerinferno effektiv nach oben durchzieht. Gleiches gilt für den bereits erwähnten Brand im Vampirhauptquartier. Also eher ein schöner Bonus, als ein waschechter Grund, seine Heimkinoanlage aufzuwerten. 

Die Extras

Die 4K UHD wird von PLAION Pictures in einem schicken Steelbook mit brandneuem und wie ich finde sehr stimmigen Motiv veröffentlicht, welches sich anders als die nichtssagende Erstauflage oder die etwas zu künstlich-billig anmutende 20th Anniversary Edition tatsächlich in jedem Sammlerregal sehenlassen kann. Neue Extras gibt es nicht. Angefangen beim hörenswerten Audiokommentar von Regisseur Neil Jordan inklusive optional zuschaltbarer deutscher Untertitel. Lestat, Louis und das Vampir-Phänomen ist das einzige Featurette in High Definition. Hier setzen sich die mittlerweile verstorbene Anne Rice sowie einige Produktionsmitglieder nochmal ausführlich mit der Mythologie des Vampirismus und den Charakteren des Films auseinander.  

Louis und Lestat haben grundsätzliche andere Ansichten vom Vampirleben. Streit ist praktisch vorprogrammiert. Dieser überdauert allerdings mehrere Jahrhunderte. | 4K UHD

Die knapp einminütige Einleitung, die man bereits von der DVD kennt, lässt sich auch hier auf Wunsch vor dem Hauptfilm abspielen, bietet ähnlich wie das halbstündige Im Schatten des Vampirs jedoch kaum mehr als PR ohne wirklichen Mehrwert. Der amerikanische Kinotrailer, der bei der 20th Anniversary Edition noch gefehlt hat, ist jetzt mit an Bord, das ist aber auch schon alles. Sehr durchwachsen, aber wahrscheinlich alles, was es an Material zum Film gibt, da auch die englischsprachigen Veröffentlichungen grundsätzlich keine anderen Extras offerieren. 

“Interview mit einem Vampir mag zwar anders als die später nachgereichte TV-Serie nicht ganz so vorlagentreu ans Werk gehen, enthält aber alle essentiellen Aspekte von Anne Rice’ Buch und liefert einen damals ungekannten Blick in den finsteren Alltag von Vampiren mitsamt deren inneren Konflikten. Das Trio aus Brad Pitt, Tom Cruise und Kirsten Dunst spielt seine jeweiligen Rollen hervorragend, auch die Ausstattung ist zeitlos toll. Damit wurden Genrestandards gesetzt, die auch heute immer noch Gültigkeit haben – wenn Vampire nicht gerade im Sonnenlicht funkeln. Die brandneue 4K UHD ist im Angesicht der gewollt weichen Bilder zwar keine riesengroße Offenbarung, überragt die nicht mehr zeitgemäße Blu-Ray in den Feinheiten aber um Längen und hinterlässt einen wesentlich homogeneren Gesamteindruck. Schade nur, dass der deutsche Ton anhaltend schwach bleibt und auch die Extras weitestgehend belanglos sind – daran ändert auch das tolle Steelbook nichts.”


Quelle Bildmaterial: ©Warner Bros. Pictures. Im Vertrieb von PLAION Pictures. All rights reserved.

Entsprechende Testexemplare sind von uns auf eigene Kosten gestellt worden.

*Unsere Links werden nicht mit einer Monetarisierung versehen

©2026 M-Reviews.de

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*