Wenige Jahre vor dem Übergang ins neue Millennium verfiel Hollywood kurzzeitig der erneuten Lust auf Science-Fiction. Möglich gemacht durch die sich rasant entwickelnden Computertricks und vorbereitet durch Blockbuster wie Independence Day, entwickelte sich ein kurzer – aber intensiver – Hype um ein längst vergessen geglaubtes Genre. Zu dieser Zeit entstand auch Mars Attacks!, der zwar im Kino eher floppte, aber spätestens mit den ersten Auswertungen im Heimkino eine bis heute treue Fangemeinde um sich schart. Zum 30. Jubiläum des Films gibt’s Tim Burtons eigenwillige Desintegrierungsorgie nun erstmals als 4K UHD. Wir haben den ersten deutschsprachigen Test für euch.


Vertrieb: Warner Bros. Home Entertainment im Vertrieb von PLAION Pictures
Erstveröffentlichung: 1996






Der Film
Seit jeher beschäftigt die Menschheit folgende Frage: Sind wir wirklich alleine im Universum? Nicht, wenn es nach den Marsianern geht, die sich kurzerhand mit einer ganzen Flotte von hochentwickelten Raumschiffen auf den Weg machen, um der Erde einen längst überfälligen Besuch abzustatten. Erfreut über dieses historische Ereignis breitet der amerikanische Präsident James Dale (Jack Nicholson) vor den Augen der gesamten Welt den roten Teppich für die außerirdischen Gäste aus, zieht es dann aber doch lieber vor, sich das Spektakel gemeinsam mit seiner Gattin Marsha (Glenn Close) aus sicherer Entfernung im Fernsehen anzusehen – so ganz sicher ist man sich über die angeblich friedlichen Absichten der Marsianer dann doch nicht. Am Tag des Erstkontakts mitten in der Wüste von Nevada hat sich neben einer gewaltigen Menge Schaulustiger auch die Elite der amerikanischen Medienschaffenden eingefunden, darunter Reporter James Stone (Michael J. Fox) und dessen eitle Kollegin, die Talkshowmoderatorin Natalie Lake (Sarah Jessica Parker).

Zunächst läuft alles friedlich, doch als ein Hippie (diese verdammten Ökofritzen!) in einem Akt des Friedens eine weiße Taube aufsteigen lässt, rasten der Marsbotschafter und seine Kohorten völlig aus und schmelzen einem Großteil der Anwesenden binnen Sekunden sämtliches Fleisch von den Knochen. Natalie wird als eine der wenigen Überleben mitsamt ihres geliebten Chihuahua von den hässlichen Schrumpelköpfen als Geisel genommen. Während die Nation in kollektiver Schockstarre verfällt, wendet sich Dale in der Überzeugung, dass es sich bei dem Massaker allenfalls um ein Kommunikationsproblem gehandelt haben muss, an den Wissenschaftler Donald Kessler (Pierce Brosnan), der mit den Aliens in einen neuerlichen Dialog treten soll. Als die Marsianer dann auch noch den kompletten Kongress desintegrieren und sich auch Kessler bemächtigen, dämmert endlich auch dem naiven Präsidenten, dass sich die Menschheit mit den Streitkräften des Mars im Krieg befindet.

Weil selbst Nuklearwaffen keinen Eindruck bei den schmächtigen Kreaturen hinterlassen, kann man nur noch hilflos dabei zusehen, wie sich die Invasoren in Windeseile über den Globus ausbreiten und dabei mit ihren hochentwickelten Waffen eine Orgie der Verwüstung hinterlassen. Während der Reihe nach immer mehr Führer der Welt ins Gras beißen, sucht im bereits zu Klump geschossenen Las Vegas eine kleine Gruppe Überlegender rund um den Ex-Boxer Byron, zu der auch Superstar Tom Jones zählt, verzweifelt nach einer Fluchtmöglichkeit aus der Stadt. Gleichzeitig entdeckt der junge Richie zusammen mit seiner Großmutter zufällig eine effektive Waffe gegen die sonst so resistenten Marsianer. Aber ist die Erde überhaupt noch zu retten?
Die Rezension
Inspiriert von der Sammelkartenreihe aus den Fünfzigerjahren, wollte Drehbuchautor Alex Cox bereits 1985 einen entsprechenden Spielfilm verwirklichen, allerdings kam die Idee trotz mehrerer Entwürfe nicht über die frühe Planungsphase hinaus. Erst acht Jahre später, als der ebenfalls als Autor tätige Jonathan Gems die Idee erneut aufgriff, nahm das Projekt wieder Fahrt auf. Dieser hatte zuvor bereits mehrfach mit Tim Burton zusammengearbeitet, der gerade mitten in der Fertigstellung seiner Biographie über den legendär-unterbegabten Regisseur Ed Wood steckte und in dem Projekt eine perfekte Möglichkeit sah, dessen oft sehr ähnlich gestrickten Werken mit Mars Attacks! einen angemessenen Tribut zu zollen. Verweise auf viele andere Filme dieser Zeit wollte man ebenfalls unterbringen. Dabei waren sich Gems und Burton schnell darin einig, bei der Besetzung vor allem auf hochkarätige Schauspieler zu setzen, um der im Kern gewollt trashigen Geschichte einen gewissen Kontrast entgegensetzen zu können.

Nachdem Warner Bros. die Rechte an dem Kartenspiel erworben hatten und dementsprechend auch bereit waren, die Finanzierung des Films zu übernehmen, überschlug man sich alsbald mit Jonathan Gems, der sich beharrlich weigerte, Szenen zu entfernen, welche nach Meinung der Finanziers in der Umsetzung schlicht zu teuer gewesen wären. So kamen Scott Alexander und Larry Karaszewski an Bord, um die gewünschten Änderungen durchzusetzen. Und auch Tim Burton schrieb anonym am fertigen Skript mit. Eine Menge Köche also, was nur in den wenigsten Fällen für ein schmackhaftes Menü sorgt – eine Tatsache, die Mars Attacks! später nochmal ordentlich auf die Füße fallen sollte. Den Allstar-Cast zusammenzukriegen, war im Nachhinein wahrscheinlich die leichtere Herausforderung. Nachdem man allerdings Jack Nicholson, der nach der guten Erfahrung mit Burton im Rahmen von Batman gerne zu einer erneuten Zusammenarbeit bereit war und hier sogar in einer Doppelrolle zu sehen ist, kam der Rest fast von ganz alleine.

Tatsächlich muss man schon sehr genau hinsehen, um eine Szene zu finden, in der nicht irgendein namhafter Darsteller zu sehen ist. Damit stand man übrigens ganz in der Linie der vielen Katastrophenfilme aus den Siebzigern, aus denen die Macher ebenfalls einige Inspiration bezogen hatten.Bei den Effekten wollte man zunächst auf klassisches Stop-Motion setzten, was man allerdings aufgeben musste, nachdem es für deren Umsetzung sowohl an Zeit, als auch an Geld mangelte. Denn Warner hatte den geplanten Starttermin im Angesicht des gewaltigen Erfolgs von Independence Day aus der Konkurrenzschmiede 20th Century Fox um ein halbes Jahr vorlegt, um den Film noch im selben Jahr – nämlich Weihnachten ’96 – in die Kinos bringen zu können. So wandte man sich an die Effektmagier von Industrial Light an Magic, wo die Marsianer mit einem ganz bewusst leicht billigen Look zu digitalem Leben erweckt wurden.

Das ursprüngliche Drehbuch beinhaltete noch deutlich kreativere und vor allem drastischere Tötungsmethoden, am Ende entschied man sich aus Angst vor der MPAA dann aber doch für das einheitliche Desintegrieren mit festtauglich passenden Rot-Grün-Tönen als visuelle Begleitung. Den passenden Score lieferte Burtons langjähriger Kollaborateur Danny Elfman, während die Kameraarbeit von Cronenberg-Alumni Peter Suschitzky übernommen wurde. Mit einem Budget von achtzig Millionen Dollar drehte man ein gutes halbes Jahr an zahlreichen Originalschauplätzen in den Vereinigten Staaten. Außer vielleicht im Weißen Haus, aber für sowas gibt es ja Sets. Am Ende half allerdings auch der lächerlich prominente Cast nicht, den Untergang des Films an den Kinokassen zu verhindern. Dafür hauptverantwortlich dürfte nicht nur die überhastet-forcierte Fertigstellung gewesen sein, sondern primär die zahllosen Schwächen im Drehbuch. Den auch die besten Darsteller sind immer nur so gut, wie das Material, mit dem sie arbeiten können.

Mars Attacks! ein extrem farbenfroher Film, der auf den ersten Blick wie ein wunderbares Spektakel im besten B-Movie-Charme wirkt, sich dann aber rasch in seiner aufgesetzten Ernsthaftigkeit verfängt. Der dazwischen platzierte, tiefschwarze Humor fühlt sich dadurch furchtbar deplatziert an und man merkt einfach, dass der Film über seine etwas mehr als hundert Minuten Spielzeit permanent Probleme damit hat, eine eigene, klare Identität zu finden. Gleichzeitig versucht man auf Krampf, möglichst viele Charaktere in der dünnen Rahmenhandlung unterzubringen, was darin resultiert, dass man am Ende viele bekannte Gesichter hat, die aber substantiell einfach nichts reißen können. Bedenkt man, dass zum Budget nochmal gute zwanzig Millionen Marketingkosten hinzukamen, dürfte es für die Verantwortlichen alles andere als erfreulich gewesen sein, am Ende mit Arg und Not die Kosten wieder einzuspielen, wo ein Independence Day mit weniger Geld über das Zehnfache reinholte.

Über das Werk von Roland Emmerich mag man zwiegespalten sein, aber das hatte wenigstens Struktur und schlug von Anfang an eine klare Laufrichtung ein, die Humor und Ernsthaftigkeit viel besser auszutarieren verstand. Erst über die folgenden Jahre entwickelte sich der Film für Warner dann doch noch langsam zu einem kleinen Erfolg. Gerade Fans alter Sci-Fi-Schinken waren begeistert von den abstrusen Ideen und den ikonischen Marsianern samt deren Lautsprache (Ack! Ack-Ack!), die mittlerweile ein fester Teil der Popkultur geworden sind. Wenngleich die bekannten Schwächen geblieben und die Effekte außerdem längst nicht mehr zeitgemäß sind, stehen Kritiker dem Film heute etwas wohlwollender gegenüber. Für mich ist Mars Attacks! kein Film zum regelmäßigen Wiederansehen, aber durchaus unterhaltsam, wenn man die wesentlichen Probleme ignorieren kann und die schwierige Produktionsgeschichte berücksichtigt. Aber: Wenn es da draußen wirklich intelligentes Leben gibt, warum bekommt es RTL dann nicht hin, welches im Nachmittagsprogramm zu etablieren? Auf manche Fragen hat eben auch die Wissenschaft keine vernünftige Antwort.
Das Bild
Mars Attacks! erschien bei im deutschsprachigen Raum erstmals 2010 in High Definition. Wer ab und zu mal eine Filmbesprechung auf M-Reviews liest, weiß ja mittlerweile um die Umtriebe jener Zeit, in denen das Medium mehr und mehr im Mainstream ankam und nahezu jedes Label im Akkord immer neue Katalogtitel auf den Markt schmiss, wobei die Qualität der dazugehörigen Umsetzung oftmals zu Wünschen übrig ließ. Das verhält sich in diesem Fall ziemlich identisch. Vergleich man die Blu-Ray nämlich mit der noch wesentlich älteren DVD, wird schnell klar, dass beiden Veröffentlichungen dasselbe Master zugrunde liegt. Nähere Angaben zu diesem Master zu finden, ist trotz intensiver Bemühungen nicht von Erfolg gekrönt gewesen, weshalb wir uns hier ausnahmsweise einmal ganz nüchtern auf die optischen Eindrücke beschränken wollen. Zunächst hat die Blu-Ray gravierende Schwierigkeiten bei der Detailwiedergabe, vor allem feinere Texturen bekommt sie alleine schon masterbedingt partout nicht gehändelt. Die Tatsache, dass hier offensichtlich mit Rauschfiltern und anschließender Nachschärfung gearbeitet hat, verschlimmert den ohnehin durchwachsenen Eindruck nur noch weiter.
Ein weiteres Problem liegt in der Farbgebung. Die knalligen-warmen Paletten tendieren regelmäßig zu sichtbarem Bleeding und sind stellenweise gar derart grell, dass mir bei der Sichtung öfter mal die Augen getränt haben. Mit der Differenzierung hält es die Scheibe ebenfalls nicht so genau, stattdessen liegt über weite Strecken ein unschöner Magenta-Stich über dem Film, welcher neutrale Flächen ebenso wie den Darsteller jedwede visuelle Natürlichkeit raubt. Vor allem dunklen Szenen fehlt es fast völlig an Durchzeichnung, wodurch die dazugehörigen Einstellungen oft sumpfig und einfach hässlich aussehen. In der Summe gibt’s hier tonnenweise Raum für Verbesserungen. Und um das jubiläumstauglich auch erreichen zu können, hat man für die Neuauflage einen komplett neuen Scan vom ursprünglichen 35mm-Analogmaterial erstellen lassen. Dieses landet frisch restauriert und ausgestattet mit einem erweiterten Farbraum nach Rec.2020 sowie Support für HDR10 und Dolby Vision nun in Form einer nativ auflösenden Scheibe mit 100 Gigabyte Datenkapazität auf dem Heimkinoplaneten.
Um Superlativen sind wir bei M-Reviews ja selten verlegen, aber im Direktvergleich mit der bestehenden Blu-Ray ist der neue Transfer wirklich wie ein Unterschied zwischen Tag und Nacht. Wo die Erstauflage selbst unter Einsatz von Nachschärfung kaum (echte) Definition bietet, zeigt die 4K UHD alleine durch schiere Auflösung ein so detailliertes Bild, wie man es in der Form wahrscheinlich zuletzt gesehen hat, als der Film noch im Kino lief – wenn überhaupt. Selbst feinere Texturen wie eher unscheinbare Kachelmuster werden messerscharf wiedergegeben, der wachsartige Gesamteindruck, unter dem primär Gesichter in Nahaufnahmen zu leiden hatten, weicht einem wunderbar filmisch anmutenden Look, der durch die wiederhergestellte, ursprüngliche Körnung angenehm unterstrichen wird. Bei allem Lob muss man trotzdem so ehrlich sein und sagen, dass all das nur dann gilt, wenn wir es mit reinen Realszenen zu tun haben. Die computergenerierten Marsianer sahen damals schon etwas altbacken aus und sind nicht gerade gut gealtert. Über diese doch recht deutlichen visuellen Diskrepanzen muss man zwangsläufig hinwegsehen können, um den Film selbst in dieser insgesamt hervorragend aufbereiteten Form wirklich genießen zu können. ag.
Die knallig-warmen Paletten hat man wenig überraschend beibehalten, schließlich stellen sie ein bedeutendes Stilmittel des Films dar. Anders als die Blu-Ray stellt die 4K UHD die Farben aber dramatisch ausbalancierter dar, so dass die Augen beim Sichten nicht mehr auf die Größe eines Marsianer anschwellen und letztendlich platzen. Auch der bisher alles überlagernde Magenta-Stich gehört nun dankbarerweise der Vergangenheit an. Gerade der intensive Einsatz von neonartigen Rot- und Grüntönen ist bestes Referenzmaterial für HDR. Da gerät wirklich jede Desintegration zum Fest für jedes gut kalibrierte Wiedergabegerät. Dolby Vision bekommt das im Vergleich sogar noch einen Ticken dynamischer hin als HDR10 und liegt auch im Schwarz hauchfein vorne. Hauchfeine Versumpfungstendenzen gibt es über die 4K UHD zwar immer noch, was wahrscheinlich am Ausgangsmaterial liegt, bei der Durchzeichnung hängt die Neuauflage das längst rentenreife alte Master aber trotzdem um Welten ab. Klare Sache, in dieser Form ist Mars Attacks! ein absolutes Upgrade und ein Pflichtkauf für jeden Fan.
Der Ton
Und das trotz der Tatsache, dass Warner bei der Klangbestückung wieder einmal gnadenlos die alte deutsche Tonspur der DVD wiederverwertet hat. Die im Format Dolby Digital 5.1 vorliegende Klangkonserve leidet am selben Problem wie zuletzt Eraser: Sie ist über weite Strecken kraftlos, bietet kaum Räumlichkeit und ist in der Front viel zu dominant, obwohl es massig Möglichkeiten für eine Einbindung der zahlreichen Umgebungsgeräusche gibt, welche hier durch das Geschehen auf dem Bildschirm allenfalls suggeriert, aber von der Spur nie praktisch umgesetzt werden.

Erschwerend hinzu kommt die Tatsache, dass die vorhandenen Effekte allesamt unnatürlich normalisiert rüberkommen. Es klingt alles gleich laut, egal was passiert oder wo es passiert. Der Subwoofer gaukelt einem immer wieder Druck vor, wirkt bei genauem Hinhören aber unpräzise, geht also in die gleiche Richtung. Die Stimmverständlichkeit im Center ist durchgehend gut, aber das ist in dem Fall wirklich nur noch ein verzweifeltes Argument auf der Suche nach irgendwelchen Pluspunkten. Auf der Gegenseite haben wir mit der taufrischen Abmischung in Dolby Atmos, die exklusiv dem englischen O-Ton vorbehalten ist, wieder einmal ein klares Beispiel dafür, wie so ein Film nicht nur im Deutschen, sondern im Grunde überall außerhalb der englischsprachigen Länder, welche von Warner seit jeher – das kann man leider nicht anders formulieren – wie zweitklassiger Dreck behandelt werden, wenn es um die Audioausstattung geht.

Satte Räumlichkeit mit klar wahrnehmbaren und gut platzierten Effekten auf der regulären Ebene, allesamt so abgemischt, dass sie sich hörbar voneinander unterscheiden. Dazu präzise Bässe mit hohem Dynamikumfang. In der Summe klingt das sogar nochmal ein ordentliches Stück besser als die bisher für die englische Tonspur angebotene Masterspur. Auf der frisch hinzugefügten Höhenebene tut sich ebenfalls einiges, maßgeblich natürlich in sämtlichen Szenen, in denen die UFOs der Marsianer im Einsatz sind. Das Hauptspektakel verweilt zwar auf der regulären Ebene, aber die sinnvoll ergänzten Effekte von oberhalb erweitern das Geschehen mitsamt des Scores nochmal zusätzlich angenehm atmosphärisch in den Raum.
Die Extras
Die Erstauflage der 4K UHD wird von Warner im limitierten Steelbook ausgeliefert, welches durch seine gewohnt hochwertige Verarbeitung auffällt. Als Titelmotiv hat man sich dabei für die von Lisa Marie verkörperte Alienbraut entschieden, was in meinen Augen leider ein wenig generisch wirkt. Erst recht, weil es viel bekanntere und coolere Motive gibt, die man hätte nutzen können. Da sahen frühere Veröffentlichungen einfach etwas schicker aus.

Die alte Blu-Ray war als Katalogtitel komplett frei von Bonusmaterial. Zum Jubiläum gibt es nun eine Retrospektive und ein Featurette über die Visuals der Marsianer. Insgesamt bleibt der Gabentisch also überraschend dünn bestückt, aber besser als nichts ist das allemal. Die beiliegende Blu-Ray entspricht übrigens der bekannten Scheibe und macht nicht vom neuen Master Gebrauch. Schade, hier wäre sicher viel mehr möglich gewesen.

“Mittlerweile gilt Science-Fiction im Kino offensichtlich wieder als Kassengift. Macht aber nichts, solange es Klassiker gibt, an denen wir uns als Fans dieses Genres immer wieder erfreuen können. Mars Attacks! mag vor allem aufgrund seines problembehafteten Drehbuchs und fehlender Konsequenz bei der tonalen Umsetzung kein vollumfänglicher Klassiker sein, hat in den Jahren seit seiner erfolglosen Kinoauswertung aber viele loyale Fans gescharrt, die Tim Burtons Hommage an die Fünfziger liebevoll zelebrieren. Die neue 4K UHD bietet dafür die gegenwärtig beste Möglichkeit und zeigt sich der miserablen Blu-Ray um Welten überlegen. Schade nur, dass das wundervolle neue Bild im Deutschen anhaltend von der mangelhaften deutschen Tonspur begleitet wird. Wer das knallbunte Spektakel in vollem Umfang genießen will, kommt um die hervorragende englische Fassung nicht herum. Aufmachung und Extras lassen ebenfalls zu wünschen übrig. Da hat Warner in der Vergangenheit definitiv bessere Jubiläen veranstaltet. Ack-Ack!”

Quelle Bildmaterial: ©Warner Bros. Pictures. All rights reserved.
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