Während man Amazon | MGM gerade fleißig nach einem neuen, unverbrauchten Bond für die nächsten Filme sucht, sind die Dänen von IO Interactive bereits einen Schritt weiter. Die haben nämlich über mehrere Jahre an einem neuen Videospielableger zu dem bekanntesten Geheimagenten der Welt gearbeitet. 007 First Light ist dabei mehr als eine bloße Adaption, sondern eine komplette Neuinterpretation der Werke von Ian Flemming. Wir haben uns für euch in den Smoking geworfen und dem jungen Bond bei seinem explosiven Abenteuer genau über die Schulter geschaut.


Entwickler: IO Interactive
Publisher: IO Interactive
Plattform: PC | PS5 | XBS | NS2
Veröffentlichungsdatum: 27. Mai 2026
Preis: ab 69.99€*
Altersfreigabe: ab 16 Jahren
Metacritic | OpenCritic | IMDB


Entsprechende Testmuster sind uns freundlicherweise von IO Interactive zur Verfügung gestellt worden. M-Reviews.de sagt herzlich “Tak”! ins wunderschöne Dänemark!
Auch große Nummern fangen einmal klein an
Er liebt seine Martinis geschüttelt statt gerührt, gilt als unwiderstehlicher Verführer schöner Frauen und ist der Schrecken sämtlicher größenwahnsinniger Bösewichte. Keine Frage, die Rede ist selbstverständlich von niemand geringerem als James Bond. Agent 007, im Dienste des Britischen Secret Service und ausgestattet mit der Lizenz zum Töten. Doch wer war Englands berühmtester Geheimagent, bevor er seine ikonische Nummer erhielt? Genau dieser Frage gehen die Hitman-Macher mit ihrem neuesten Werk nun endlich auf den Grund. Der hier gerade erst 26-jährige Bond beginnt seine Karriere als Mitglied der Royal Navy und wird nach einer fehlgeschlagenen Operation kurzerhand vom MI:6 für das 00-Programm angeworben. Geschenkt wird einem hier freilich nichts, wer in den höchsten Agentenrang aufsteigen will, muss sich zunächst umfangreich beweisen.

Was ab diesem Moment passiert, möchte ich gar nicht groß ausführen. Nur so viel sei verraten: Was die Dänen in den nächsten zwölf bis vierzehn Stunden abfeuern, vereint locker mehrere hochkarätige Kinoadaptionen unter einem Dach. Und das gelingt dem Team in seiner Gesamtumsetzung derart meisterhaft, dass es ein Verbrechen darstellen würde, euch auch nur einen dieser Momente vorab auszubreiten. Dass das überhaupt gelingt, liegt primär an Hauptdarsteller Patrick Gibson, welcher der Figur Gesicht und Stimme leiht. Denn wo die Bonds aus den Filmen – ganz gleich ob Connery, Brosnan oder der in meinen Augen elendig unterschätzte Lazenby – weitestgehend Mittvierziger mit vollständig ausgebildeten Persönlichkeiten sind, die trotz unterschiedlicher Darstellung allesamt unnahbar wirken, bietet der junge Bond in 007 First Light zahlreiche jugendliche Facetten, mit denen man sich als Spieler von Anfang an besten identifizieren kann. Ein ungestümer, ungeschliffener Diamant, mit einem ausgeprägten Hang zur Leichtsinnigkeit und stets von dem Verlangen getrieben, seinen Wert zu zeigen. Damit gehen die Macher einen komplett anderen Weg als alle bisherigen Adaptionen, obwohl sich die grundlegende DNA des Spiels zweifelsohne aus alldem und selbstverständlich den Büchern von Bond-Schöpfer Ian Fleming speist.

IO Interactive ist es gelungen, einen menschlich-zugänglichen Bond mit Wiedererkennungswert zu erschaffen, der sich einerseits vertraut anfühlt, andererseits aber komplett eigene Wege geht. Ein schwieriger Spagat, welchen die Macher in Perfektion gemeistert haben. Dazu gesellt sich ein nicht minder überzeugender Cast, gewohnt exotische Schauplätze und natürlich jede Menge explosiver Action. Spätestens, wenn nach den ersten Minuten der eigens für das Spiel produzierte Titelsong von Lana del Rey mit dem kinoreifen Intro in bester Bond-Tradition abgespielt wird, fühlt man sich direkt wie im Kino. Umso ärgerlicher, dass die Vertonung ausschließlich auf Englisch angeboten wird. Gerade bei einer so prestigeträchtigen, internationalen und potentiell hocherfolgreichen Marke hätte man eine deutsche Vertonung durchaus erwarten können. Wer sich als chronisch schwer damit tut, immerhin sauber lokalisierte Untertitel zu lesen, wird mit dem Spektakel wahrscheinlich nicht ganz so viel Spaß haben. Andererseits ist IO Interactive als Entwickler und Publisher eben kein Schwergewicht wie beispielsweise Activision Blizzard oder Electronic Arts, da muss man das Budget zwangsläufig im Auge behalten. Verstehen kann ich’s und wer der Sache trotzdem eine Chance geben will, darf sich auf hervorragende englische Sprecher freuen.

Anders als ein auf zwei- bis zweieinhalb Stunden beschränkter Kinofilm nutzt 007 First Light den Wegfall dieser Grenzen, und spannt zwischen der eigentlichen Handlung rund um eine brandgefährliche KI (Mission: Impossible lässt grüßen) auch noch einige interessante Nebenhandlungen, die aber nicht minder spannend und gut geschrieben sind. Inhaltlich gibt es hier wirklich gar nichts auszusetzen, im Gegenteil: Die Dänen liefern nach den bereits spielerisch und atmosphärisch exzellenten Hitman-Spielen nunmehr den Beweis, dass sie auch im narrativen Bereich abliefern können. Gute zwei Jahre soll es noch dauern, bis der nächste Bond die Kinos kommt. Und wenn es soweit ist, wird der sich nicht etwa an Casino Royale (dem in meinen Augen einzig gelungenen Beitrag zur Reihe innerhalb der überstilisierten Craig-Ära) messen müssen, oder an Goldfinger als wohl bestem Bond aller Zeiten, sondern an 007 First Light. Ja, es ist wirklich so verdammt gut!
Agent im Kreuzfeuer
Ein waschechter Geheimagent sollte in erster Linie unentdeckt bleiben. Für den jungen Bond gilt das ganz besonders, denn die Lizenz zum Töten besitzt er schließlich noch nicht. Zurückschießen ist natürlich erlaubt, das willkürliche Anrichten von Blutbädern (und den damit in der Regel verbundenen massiven Sachschäden) hingegen nicht. Heimlichkeit ist die Devise, denn mit List erreicht man hier mehr, als mit gezückter Waffe Türen einzutreten. Eine Option mag das vor allem auf den niedrigeren der insgesamt drei Schwierigkeitsgrade sein, richtig spaßig ist es im Angesicht der oftmals sehr viel cooleren Alternativen jedoch nicht. Wie ihr euer Ziel erreicht, steht euch in den allermeisten Fällen nämlich völlig frei. Beschwatzen wir Wachen, um uns Zugang zu einem bewachten Gebäude zu verschaffen, klettern wir ungesehen an der Hauswand in ein offenes Fenster oder sorgen wir für eine kreative Ablenkung mithilfe unserer Q-Gadgets?

Schon mit Hitman haben die Macher uns einen kreativen Sandkasten voller Möglichkeiten zur Verfügung gestellt, 007 First Light baut darauf gekonnt auf. Die angemessen weitläufigen Schauplätze laden zum Experimentieren ein und obwohl das Ergebnis immer gleich ist, erhöht das den Wiederspielwert der einzelnen Missionen ganz entschieden. Dank der nochmals weiterentwickelten, hauseigenen Glacier Engine kann das Spiel zudem mühelos gewaltige und hochdetaillierte NPC-Scharen darstellen, ohne dass die Leistung darunter in irgendeiner Form leidet. Und wenn’s dann doch einmal etwas brutaler zugeht, bauen wir hauptsächlich auf unsere Fäuste oder nutzen alles, was in unmittelbarer Nähe gerade an Dekoration und Möbelstücken zu greifen ist. Derartige Encounter laden praktischerweise auch unseren Instinkt wieder auf, den wir für Gesprächsherausforderungen benötigen. Die Schlägereien wurden herrlich brachial inszeniert, ohne dabei je übertrieben gewalttätig rüberzukommen und fühlen sich nie repetitiv an.

Für unsere Gadets benötigen wir dagegen neben Batterien auch andere Ressourcen, mit denen einen das Spiel aber großzügig versorgt – vielleicht sogar etwas zu großzügig. Erst im schweren Modus müssen wir mit den Items richtig haushalten, falls ihr also eine authentische Spionageerfahrung wünscht, könnt ihr bedenkenlos direkt dort einsteigen. Neben einer fast schon klassischen Armbanduhr mit Hackfunktion kann Bond unter anderem auch spezielle Giftpfeile einsetzen, die Gegner kurzzeitig zum Verlassen ihrer Posten zwingen und Rauchkapseln nutzen, um ein kleines Areal kurzzeitig mit dichtem Neben zu versehen. Allesamt wertvolle Zusatzwerkzeuge im ohnehin schon sehr umfangreichen Baukasten der Möglichkeiten und zudem angenehm bodenständig. Davon hätten sich die letzten Abenteuer mit Pierce Brosnan ruhig eine dicke Scheibe abschneiden können. Solarsatelliten, unsichtbare Autos…ja, ist klar.

Leider sind die Gadgets für meinen Geschmack etwas zu selten wirklich nötig. Überwiegend habe ich Gebrauch von den Giftpfeilen und Rauchbomben gemacht, den Rest weitestgehend ignoriert. Das hätte man noch ein bisschen besser in den Ablauf implementieren können. Und wenn dann doch mal geballert wird, dann geht das genau so gut von der Hand wie alles andere auch. Das klassische Arsenal hat von der ikonischen Walther PPK bis zur halbautomatischen Schrotflinte alles zu bieten, was der Schwarzmarkt zu bieten hat. In der Summe überschaubar, nicht futuristisch und absolut ausreichend. Das Trefferfeedback fühlt sich stimmig an und das klassische Deckungssystem lässt euch im Notfall fehlende Gesundheit regenerieren. Ein bisschen unfair ist allerdings, dass Gegner Granaten werfen können und Bond nicht. Sowas müsste man doch eigentlich bei der Royal Navy gelernt haben, oder etwa nicht? Andererseits gleich dieses Feature womöglich aus, dass die Gegner selten klug reagieren und oftmals auch nicht sehr aufmerksam sind, was tatsächlich auch die größte Schwäche in diesem sonst so wunderbaren Spiel darstellt.
007 First Light erscheint neben einer regulären Standard Edition in mehreren anderen Editionen, die allesamt unterschiedliche Extras beinhalten. Neben physischen Boni beschränken die sich inhaltlich aber maximal auf einige kosmetische Gegenstände, welche das Spielgeschehen in keiner Form beeinflussen. Zusätzliche Echtgeldinhalte gibt es gegenwärtig nicht.
Im Ergebnis steht eine angenehm non-lineare Spielerfahrung, wie man sie aus Hitman kennt und liebt, was auf der entgegengesetzten Seite natürlich bedeutet, dass man es mögen muss, nicht permanent engmaschig an die Hand genommen zu werden. Im späteren Verlauf schaltet ihr mit TacSim noch einen kleinen Zusatzmodus frei, in dem ihr bereits bekannte Begegnungen mit neuen Herausforderungen ein weiteres Mal absolvieren könnt. Als netter Bonus geht das in jedem Fall klar, allzu viel sollte man sich davon allerdings nicht erwarten. Man ist ja dankbar, nach man nach dem mittlerweile über zwanzig Jahre alten Everything or Nothing endlich mal wieder ein gutes Bond-Spiel in den Händen halten darf – dazu noch eines ohne aufgezwungenen Mehrspielermodus oder komplett in den Sand gesetzter Filmeverwertung. Und weil ich das sonst nirgendwo richtig geschickt unterbringen konnte: Über neunzig Sammelobjekte aller Art haben sich im Spiel ebenfalls versteckt.

Haben wir dabei nicht irgendwas vergessen? Mal sehen…wir haben einen coolen Helden, attraktive weibliche Sidekicks, Prügeleien, Schießereien und an die Gadgets wurde auch gedacht…ah! Natürlich, was wäre Bond ohne einen edlen fahrbaren Untersatz? Von denen gibt es in 007 First Light einige und wenn man sich einmal anschaut, was für edle Marken man da lizensiert hat, wundert man sich beinahe nicht mehr, dass für eine anständige Synchronfassung am Ende kein Budget mehr vorhanden gewesen ist. Aston Martin, Jaguar, Toyota, Lexus…was hier an fahrbaren Vehikeln zur Verfügung steht, ist fast schon genug für ein kleines Rennspiel. Der Simulationsaspekt spielt dabei wenig überraschend keine Rolle, schick sehen die Boliden trotzdem aus und angenehm zugänglich bedienen lassen sie sich auch. Wenn dann im richtigen Moment noch die legendäre Titelmelodie aus der Feder von Monty Norman erklingt, geht einem schonmal stabil die Hose auf.
Tanz auf dem Eis
Ein zwei Worte habe ich ja bereits über das Grafikgerüst verloren, jetzt wird es Zeit, dass wir uns die Sache mal im Detail ansehen. Wer häufiger Gast auf M-Reviews ist, kennt ja meine persönlichen Favoriten in Sachen visueller Fundamente. Neben der RE Engine von CAPCOM und der von Guerilla Games entwickelten Decima gibt es nun offiziell noch einen weiteren heißen Kandidaten, den man zukünftig gut im Auge behalten sollte. IO Interactive’s Glacier Engine wurde seit dem immer noch extrem ansehnlichen Hitman III nochmals massiv weiterentwickelt und beherrscht PC-exklusiv nun sogar Pathtracing als nochmals eindrucksvollere Weiterentwicklung bestehender Raytracing-Technologien. Das Feature wird allerdings erst mit einem späteren Test nachgereicht. Nicht schlimm, denn auch so sieht 007 First Light fantastisch aus. Angefangen bei den belebten und detailverliebten Schauplätzen, den exzellent animierten Charakteren sowie einer dichten Effekt- und Partikelkulisse macht das überschaubare Studio damit sogar der aktuellen Unreal Engine gehörig Konkurrenz und muss sich wahrhaftig nicht vor den ganz Großen verstecken.

Die wirklich wichtige Nachricht ist jedoch, dass das Spiel anders als noch vor einigen Monaten noch befürchtet nicht nur toll aussieht, sondern auch flüssig performt. Eine Nvidia GTX 1660 oder gleichwertes Pendant sollte es mindestens sein, wenn ihr auf PC in regulärem 1080p und stabilen 30 Bildern pro Sekunde bei mittleren Details spielen wollt. Mit dem Eintritt in höhere Sphären wächst der Leistungshunger entsprechend an, auf maximaler Detailstufe bei nativem 4K wird gar eine RTX 5080 empfohlen.
Wenige Tage vor Release wurde bekanntgegeben, dass die PC-Version von 007 First Light mit dem umstrittenen Kopierschutz Denuvo versehen sein wird, die seit geraumer Zeit im Verdacht steht, signifikant negative Auswirkungen auf die Performance zu haben. Aus Gründen maximaler Transparenz und der Tatsache, dass es sich dabei um ein generell diskutiertes Thema innerhalb der Community handelt, möchten wir auf diese Tatsache am Rande hinweisen.
Dazwischen gibt’s dank umfangreicher Tuningoptionen aber jede Menge Spielraum, was vorbildlich ist. Und selbst auf mittleren Settings inklusive 2K-Auflösung sieht das Spiel bereits verdammt gut aus. Das von Nvidia entwickelte DLSS 4.5 inklusive Multi Frame Generation wird unterstützt, während AMD-Nutzer leider damit Vorlieb nehmen müssen, dass der Titel lediglich Support für das nicht mehr aktuelle FSR 3.1.5 an Bord hat. Und weil das fest im Code verankert ist, lässt sich dieses Manko leider nicht durch eine nachträglich ausgetauschte DLL-Datei beheben. Da kann man durchaus munkeln, warum das so ist.

Auf den Konsolen kann sich das Spiel ebenfalls absolut sehen lassen. Der Leistungsmodus auf PlayStation 5 und XBOX Series X löst dynamisch zwischen 720p und 1080p auf, offeriert fast durchgehend geschmeidige 60 Bilder pro Sekunde. Je nach Bildschirmgröße und Entfernung zum Spieler kann das stellenweise ein wenig matschig aussehen, zumal auf den Basismodellen leider auch wieder nur veraltetes FSR zur Skalierung eingesetzt wird. Falls ihr euch an der filmischen Körnung stört, könnt ihr diese hier ebenfalls problemlos deaktivieren. Größere Fehler gibt es nicht zu vermelden, ein paar Oberflächenunruhen und überschaubare Texturnachlader, dafür keinerlei Abstürze oder Gamebreaker. Der sauberere Grafikmodus löst in nativem 1440p aus, was die allgemeine Darstellungsqualität sichtbar anhebt, halbiert dafür die Bildrate auf 30 Bilder pro Sekunde. Nennenswerte Unterschiede bei der Detailwiedergabe gibt es keine, Pop-ups und Co. halten sich über beide Modi hinweg in engmaschigen Grenzen.

Die gegenwärtig beste Möglichkeit, um 007 First Light mit möglichst wenigen Kompromissen zu erleben, bekommt ihr dagegen auf der PlayStation 5 Pro. Die löst im exklusiven Grafikmodus ebenfalls in 1440p auf, nutzt allerdings das brandneue PSSR 2 zur Hochskalierung und produziert damit wirklich eindrucksvolle Ergebnisse, die optisch gar nicht so weit von echtem 4K entfernt sind – und das bei butterweichen 60 Bildern pro Sekunde. Wenn man bedenkt, dass die Technik zumindest im Konsolenbereich noch in den Kinderschuhen steckt, kann man sich hier bereits ausmalen, wohin der Weg im Konsolensektor zukünftig gehen wird. Und ganz ehrlich: Eine gute Skalierung ist mir zu jedem Zeitpunkt lieber als irgendwelche AI-“Verschönerungen”. Bei der Bedienung gibt es ebenfalls nichts zu beanstanden, wenn man auch am PC von Anfang an auf ein Gamepad setzt. Die Steuerung mit Maus und Tastatur fühlt sich ziemlich grenzwertig an und ist besonders am Steuer eines Autos alles andere als ein Vergnügen. Kein Vergleich zu XBOX Controller und DualSense, wobei letzterer zusätzlich mit exzellentem haptischen Feedback aufwartet.

“Mein Name ist Exe. Exe Bond. Ein Mann mit der Lizenz zum Testen. Und ich liebe 007 First Light. Doch selbst, wenn man kein Fan von Filmen und Büchern ist, sollte man sich diesen interaktiven Sommer-Blockbuster auf keinen Fall entgehen lassen. IO Interactive liefern mit der toll erzählten und noch besser inszenierten Neuinterpretation des Bond-Mythos ihr bisher bestes Spiel ab. Was hier in circa zwölf Stunden Spielzeit gezeigt wird, ist allerbestes Kino für Heimcomputer und Konsolen mit hoher kreativer Freiheit, welches trotz erkennbarer Einflüsse aus der bisherigen Historie des Meisterspions immer einen erkennbar eigenen Weg einschlägt. Patrick Gibson ist für mich einer der besten Verkörperungen des Agenten seit geraumer Zeit und sollte die Rolle eigentlich ohne Umwege auch direkt in den nächsten Filmen verkörpern. Eine deutsche Vertonung und etwas klügere Gegner hätten das Spiel weit über die Neunzigerwertung gehoben. Als Einstand für hoffentlich noch viele Fortsetzungen ist es aber wahrscheinlich trotzdem gar nicht schlecht, wenn man sagen kann, dass wir es hier meiner Meinung nach mit einem der besten Spiele des Jahres zu tun haben.”


- Filmreife Inszenierung…
- …die durch und durch allerbeste Bond-Atmosphäre versprüht
- Abwechslungsreiche, hochdetaillierte und belebte Schauplätze
- Stimmige Beleuchtung
- Grandios umgesetzte Zwischensequenzen
- Facettenreiche und unverbrauchte Story
- Einer der sympathischsten und glaubwürdigsten Bonds aller Zeiten
- Insgesamt tolle Besetzung…
- …inklusive cooler Schurken
- Geschichte geht trotz sichtbarer Einflüsse der Vorlagen konsequent eigene Wege
- Hohe spielerische Freiheit bei der Zielfindung…
- …was den Wiederspielwert angenehm erhöht
- Gute Mischung aus Action-, Renn- und Schleichpassagen
- Angemessener Gesamtumfang
- Bodenständige Waffen und Gadgets
- TacSim als nette Beigabe
- Leicht erlernbares Gameplay…
- …auch dank gut implementierter Tutorials
- Hervorragende englische Sprecher
- Sauber lokalisierte deutsche Untertitel
- Kinotauglicher Soundtrack inklusive Titelsong
- Zugängliche Bedienung via Gamepad

- Gegnerische Intelligenz sehr bescheiden
- Ressourcenversorgung auf normaler Schwierigkeit viel zu großzügig
- Nur wenige Gadgets wirklich nutzbringend
- Keine deutsche Vertonung
- Fummelige Maus- und Tastatursteuerung (PC)




Entsprechende Rezensionsmuster sind uns freundlicherweise von IO Interactive zur Verfügung gestellt worden.
*Unsere Links werden nicht mit einer Monetarisierung versehen
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