Review | Resident Evil Requiem

Action, Spannung und jede Menge Blut

Wie unsagbar schief es gehen kann, wenn sich der Vater des modernen Survival Horrors plötzlich einem mehr actionorientierten Publikum anbiedern will, musste CAPCOM seinerzeit mit Resident Evil 6 lernen. Nach einem mehr als geglückten Reboot steht mit Resident Evil Requiem nun endlich ein brandneues Sequel in den Startlöchern, welches beide Lager zufriedenstellen will – und damit tatsächlich Erfolg hat. Wir sind mit Leon und Serienneuling Grace in den Wahnsinn abgestiegen.

Entwickler: CAPCOM

Publisher: CAPCOM

Plattform: PC | PS5 | XBS | NS2

Veröffentlichungsdatum: 27. Februar 2026 

Preis: ab 69,99€*

Altersfreigabe: ab 18 Jahren

IMDB | Metacritic | Opencritic


Echtgeldinhalte
Ungeschnitten


Schatten der Vergangenheit

Dreißig Jahre sind vergangen, seit Raccoon City dem Erdboden gleichgemacht worden ist. Eine lange Zeit, in der die Legende um die Stadt und jene Gräuel, die sich dort abgespielt haben, beinahe völlig in Vergessenheit geraten sind – und der Name Umbrella gleich mit dazu. Zumindest bis jetzt, denn als immer mehr ehemalige Überlebende der damaligen Katastrophe offensichtlich ermordet und mit zombieähnlichen Merkmalen aufgefunden werden, entsendet das FBI die junge Agentin Grace Ashcroft zu genaueren Untersuchung an den Ort der Verbrechen – nämlich das heruntergekommene Wrenwood Hotel. Eigentlich eine denkbar schlechte Wahl, denn Grace musste dort vor genau acht Jahren mit ansehen, wie auch ihre eigene Mutter auf brutale Weise ums Leben kam. Das erlittene Trauma konnte sie bis heute nicht überwinden. 

Grace hat das Trauma um den gewaltsamen Tod ihrer Mutter immer noch nicht verarbeitet und ermittelt nun ausgerechnet dort, wo sich die blutige Tat einst ereignet hat. | PlayStation 5 Pro

Auf gewisse Weise eine gute Gelegenheit, mit der Vergangenheit abzuschließen. In der Realität bleibt es eine saudämliche Idee, denn während der Ermittlung wird Grace von dem ehemaligen Umbrella-Wissenschaftler Victor Gideon gekidnappt und in ein abgelegenes Sanatorium verfrachtet, wo der Wahnsinnige seine kranken Experimente munter fortführt. Gleichzeitig wird auch das DSO-Mitglied Leon S. Kennedy über Umwege auf den Geisteskranken aufmerksam und setzt sich ebenfalls in Bewegung. Dabei geraten beide in ihren ganz eigenen Albtraum, an dessen Ende sie einer Verschwörung auf die Spur kommen, die maßgeblich mit der düsteren Vergangenheit von Grace in Verbindung zu stehen scheint…

Gideon ist optisch mehr Zombie als Mensch. Doch der Eindruck täuscht gewaltig. | PC, 4K, max. Settings, Raytracing, DLSS Qualität

Und ja, an dieser Stelle mehr zu verraten, würde zwangsläufig bedeuten, zu viel zu verraten. Was CAPCOM hier im Verlauf der circa zwölf bis vierzehn Stunden umfassenden Geschichte präsentiert, versprüht von Anfang bis Ende besten B-Movie-Charme und folgt damit der überwiegend ähnlich gestrickten Serientradition kompromisslos nach. Dass man Geschichte und Charaktere zu keinem Zeitpunkt richtig ernst nehmen sollte, versteht sich von selbst – anderenfalls ließen sich die zahllosen Logiklöcher längst nicht so leicht verzeihen. Resident Evil Requiem will unterhalten. Mit viel Blut, markigen Sprüchen und einem wohlausbalancierten Mix aus Action und klassischem Survival Horror. Und das gelingt dem Spiel absolut hervorragend. Alles andere ist da fast schon nebensächlich.

Ein ungleiches Duo

Während wir aus der Perspektive von Grace hauptsächlich die psychologisch-phobischen Komponenten erleben und im offenen Kampf vor allem anfänglich kaum Überlebenschancen haben, mähen wir mit dem gut bewaffneten und gewohnt furchtlosen Leon alles weg, was sich uns in den Weg stellt und drücken dabei noch regelmäßig zynische Kommentare hinterher. Der immense Kontrast zwischen den beiden Charaktere ist gleichzeitig eine der größten Stärken von Resident Evil Requiem. Denn anders als noch im hemmungslos auf Action getrimmten Resident Evil 6 mit seinen unzähligen (und nervigen) Quick-Time-Events balancieren die Macher Grusel und Bleigewitter hier gekonnt aus. 

Da hofft man, dass man mit fünfzig Lenzen auf der Lebensuhr auch noch so gut aussieht wie Leon. Im Meucheln von Zombies ist er natürlich anhaltend ungeschlagen. | PlayStation 5 Pro

Die dazugehörigen Abschnitte wechseln sich immer mal wieder ab, wobei wir nicht selten einen handfesten Cliffhanger serviert bekommen, auf dessen Auflösung wir dann zwangsläufig bis zur Fortsetzung des entsprechenden Abschnittes warten müssen. So gibt es immer etwas, worauf man sich freuen kann, die Spannung wird konsequent oben gehalten. Kenner dürfen sich außerdem auf viele Querverweise freuen, die bis zu den Anfängen der Reihe zurückreichen, wobei Neueinsteiger zum Glück nicht auf der Strecke gelassen werden. Müsste ich mich entscheiden, mit welchem Charakter ich mehr Spaß hatte, würde die Wahl eindeutig auf Leon fallen. 

Resident Evil Requiem erscheint neben einer regulären Standard Edition auch als Deluxe Edition sowie der nochmals teuren Gold Edition mit diversen Extras. Auf die Spielbalance wirken sich diese Zusatzinhalte zu keinem Zeitpunkt aus. Wir verzichten daher auf eine zusätzliche Abwertung.

Nicht etwa, weil mich mit dem mittlerweile sichtbar ergrauten und scheinbar nicht ganz gesunden Zombieschreck ein langer Weg verbindet – seinen ersten Auftritt hatte er bereits als Protagonist in Resident Evil 2 -, sondern weil Grace im Vergleich zu diesem alles überstrahlenden Charmebolzen leider durchgehend etwas blass bleibt. Man merkt, dass ihre Rolle überwiegend den Zweck hat, die gezeigten Schrecken mit maximaler Effektivität emotional an den Spieler vor dem Bildschirm heranzutragen. Das mag gelingen, ist aber auch der einzig positive Aspekt, den ich ihr abgewinnen konnte und für mich schlicht zu wenig.

Via Knopfdruck können wir jederzeit in die Egoperspektive und zurück schalten. Aus dieser Perspektive ist der Horror nochmal effektiver, zum Preis von ein wenig Übersicht. | PlayStation 5 Pro, Raytracing

Auf der anderen Seite sollte man von dem zentralen Bösewicht ebenfalls nicht zu viel erwarten. Der ist ein Paradebeispiel für den klassischen Schurkentypus des verrückten Wissenschaftlers und gerät schnell in Vergessenheit, während man sich an ikonischere Antagonisten vergangener Ableger wie die Familie Baker oder die großgewachsene Vampirdame Lady Dimitrescu auch Jahre später noch gerne erinnert. Grundsätzlich leidet Resident Evil Requiem oft an seiner hemmungslos zur Schau gestellten Zweckdienlichkeit und traut sich einfach nie so richtig, aus bekannten Aspekten auszubrechen, um ja jedem Spieleranspruch gerecht zu werden. Nötig hätte es das nicht gehabt. 

Die Geschichte knüpft viele Verbindungen zur Vergangenheit der Reihe. Nicht alle davon machen unbedingt Sinn, Fans freuen sich trotzdem über die Referenzen. | PlayStation 5 Pro

Was ich dem Spiel positiv anrechne ist, dass es ihm tatsächlich gelingt, für jeden Geschmack etwas zu bieten. Kritisieren muss ich, dass es sich dadurch in seinen kreativen Möglichkeiten Grenzen auferlegt, die über den Verlauf des Spiels stets ersichtlich bleiben. Ein Mörderhotel…ein verlassenes Sanatorium…das mögen für manche Klassiker des typischen Horrors sein, mir kommt das dann doch ein wenig uninspiriert vor. Selbst das über zehn Jahre alte, von Serienschöpfer Shinji Mikami verantwortete The Evil Within schafft es, fast identische Orte stimmiger darzustellen, wo Resident Evil Requiem einfach etwas zu sauber rüberkommt. Dafür wird man zwar später mit einem ganz besonders nostalgischen Schauplatz entschädigt, der leichte Nachgeschmack von Enttäuschung halt trotzdem nach.

Zombies 2.0

Dass es sich bei den Zombies zumeist mit ganz wenigen Ausnahmen um langsam dahinschlurfende Kreaturen mit extrem schlechtem Hautbild, nicht mehr vorhandenem Puls und einem unstillbaren Hunger auf das Fleisch der Lebenden handelt, sollte jedem Fan klar sein. Richtig viel haben sie in der Regel nicht in der Birne, reagieren dafür aber sehr empfindlich, wenn in selbige eine Kugel gefeuert wird. So weit die Theorie, und so weit wird sie hier auch zur Anwendung gebracht. Mit einem kleinen, aber wunderbaren Twist: Denn durch die Experimente des Doktors haben sich die Untoten noch einen Rest Erinnerung an ihr früheres Dasein erhalten. 

Die Zombies erinnern sich an ihre früheren Tätigkeiten. Essen bestellen sollte man bei diesem untoten Koch trotzdem nicht. Besser als beim Inder um die Ecke schmeckt’s wahrscheinlich trotzdem. | PlayStation 5 Pro, Raytracing

Das verleiht den Beißern immer wieder einen gewissen Hauch gruseliger Individualität, was mir wirklich gut gefällt. Erschreckend hinzu kommt die Tatsache, dass immer eine Chance besteht, dass sich die Zombies nach ihrem scheinbar endgültigen Ableben doch plötzlich nochmal erheben und uns mit gesteigerter Kraft erneut hinter uns her sind. Um das zu verhindern, stehen sowohl Grace als auch Leon jeweils ein besonderes Werkzeug zur Verfügung. Erstere synthetisiert aus dem Blut der Gegner eine potente Chemikalie, während Leon den anhaltend Sterbeunwilligen kurzerhand mit seiner Handaxt den Schädel vom modrigen Körper schlägt – und das auch nur, wenn das Werkzeug regelmäßig geschärft wird. 

Kettensägen sind sooo 2005, eignen sich aber immer noch effektiv gegen die anrückenden Zombies. Nur dauerhaft mitnehmen dürfen wir das praktische Mehrzweckgerät leider nicht. | PC, 4K, max. Settings, Raytracing, DLSS Qualität

Die dazugehörigen Materialien sind nicht unendlich, weshalb man sich gut überlegen muss, ob man denn wirklich auf Nummer Sicher gehen will, oder das Risiko eingeht, dass einem die Super-Zombies in den Rücken fallen. Denn – und auch das ist klassisch Resident Evil – Heilgegenstände aller Art gibt es ebenfalls nicht im Sonderangebot und sind bereits auf dem normalen Schwierigkeitsgrad einer gewissen Knappheit unterworfen. Und da es im Spiel gelegentlich auch zu Konfrontationen mit ziemlich gefährlichen Bossgegnern kommt, sollte man prinzipiell sparsam mit den vorhanden Ressourcen umgehen. Taktik ist bei denen nämlich weniger wichtig als möglichst viele Kugeln. Nur als Tipp vorneweg: Wer Probleme mit dem Baby in Resident Evil Village hatte oder sich chronisch vor Spinnen fürchtet, sollte den Kauf vielleicht nochmal überdenken.

Grace wird während ihrer Flucht regelmäßig gejagt. Anders als bei Leon ist Flucht oft die bessere Wahl. | PlayStation 5 Pro

Wo Grace sich überwiegend schleichend oder gelegentlich sogar panisch fliehend ihren Weg durch die Areale bahnt, hält Leon bevorzugt voll drauf. Dass der rote Lebenssaft (spricht man bei Untoten eigentlich überhaupt noch von Lebenssaft?) dabei serientypisch kübelweise durch die Gegend spritzt und auch der ein oder andere Kopf effektvoll in tausend Fetzen platzt, muss dabei fast nicht erwähnt werden. Atmosphärisch gibt es am Spiel jedenfalls nicht auszusetzen. Wer harten Horrortrash mit Edelgrafik erwartet, wird bestens bedient. Die Story ist dabei trotz der vielen Referenzen eher zweitrangig und zieht seine Parallelen gelegentlich etwas zu bemüht. Wenn ihr aber zu denjenigen gehört, die nicht alles chronisch hinterfragen, dürftet ihr mit Resident Evil Requiem mindestens so viel Spaß haben, wie ich. 

Problemkind Nintendo Switch 2

Dass die hauseigene RE Engine in meinen Augen eines der besten Grafikgerüste der letzten Konsolengenerationen darstellt, dürfte treuen Lesern längst bekannt sein. Einen ähnlich guten Kompromiss aus Performance und Qualität erzielen nur wenige andere. Und auch hier präsentiert CAPCOM uns wieder einmal eine wahre Augenweide, an der man sich nur schwer sattsehen kann. Filmreife Zwischensequenzen mit gleichermaßen lebensecht wie detailverliebt animierten Charakteren treiben die Geschichte kongenial voran, während die grandiose Beleuchtung maßgeblich zum gelungenen Horrorflair beiträgt. Und auch die Partikelkulissen können sich sehen lassen. 

Immer wieder werden wir Zeuge von Gideons grausamen Experimenten. | PlayStation 5 Pro, Raytracing

So und nicht anders muss Horror im Jahr 2026 aussehen. Nur die anhaltend trüben Spiegel gehören so langsam mal auf den Müllhaufen der modernen Videospieltechnik. Vor allem, weil Resident Evil Requiem das erste Ableger seit Jahren ist, der nicht mehr für die Konsolen der letzten Generation veröffentlicht wird. Besser spät als nie, sage ich dazu. Dafür wendet man sich nach langer Abstinenz erstmals wieder einer Plattform aus dem Hause Nintendo zu, nämlich der Nintendo Switch 2. Und das gleich im vollen Umfang, denn je nach Edition könnt ihr das Spiel zusammen mit entsprechenden Portierungen von Resident Evil VII und Village als Bundle ins Haus holen und damit gleich mehrere Jahre Seriengeschichte nachholen. Wir sind hier anhaltend um Testmöglichkeiten bemüht und drücken die Daumen, dass wir euch die Tage noch etwas dazu liefern können. 

Mithilfe der Spritze lassen sich Feinde lautlos und vor allem dauerhaft ausschalten. Die dazugehörigen Ressourcen sind allerdings knapp. | PC, 4K, max. Settings, Raytracing, DLSS Qualität

Dann ist nur zu hoffen, dass die Dinger dort besser laufen als Resident Evil Requiem. Während es nämlich in letzter Zeit fast nur Positives über die Leistungsfähigkeit der Konsole zu vermelden gab, wird der Titel bereits im Dock von einer extrem wankelmütigen Bildrate zwischen vierzig und sechzig Bildern geplagt, wobei vor allem die effektreichen Passagen mit Leon ordentlich Sand ins Leistungsgetriebe blasen. All das bei Auflösungen weit unter 720, was in einem zusätzlich extrem matschigen und mangels Kantenglättung auch unruhigen Bild resultiert – vor allem dann, wenn ihr an einem relativ großen Bildschirm zockt. Im tragbaren Modus wird die Auflösung sogar noch weiter heruntergeschraubt, begleitet von üblen und wiederkehrenden Rucklern. In dieser Form ist das Spiel allenfalls empfehlenswert, wenn man wirklich keine andere Wahl hat. Von einem Genuss ist das Erlebnis auf der Nintendo Switch 2 insgesamt weit entfernt. 

So muss Horror aussehen…dieses Mal wirklich

Auf den übrigen Plattformen hinterlässt das Spiel zum Glück einen um Welten besseren Gesamteindruck. Natives 4K bei exklusivem Raytracing hat CAPCOM für die PlayStation 5 Pro versprochen, so richtig gehalten hat man das Versprechen aller Ansicht nach aber nicht. Doch zunächst schauen wir uns einmal das Basismodell inklusive XBOX Series X etwas genauer an. Eine Auswahl zwischen Grafik- und Leistungsmodus gibt es grundsätzlich nicht, das Spiel peilt auf beiden Konsolen flüssige 60 Bilder pro Sekunde an und hält diese Werte durchgehend zuverlässig, was schonmal eine riesige Erleichterung ist. Beide Konsolen lösen in 1440p auf, was bereits in einem sehr klaren und angenehm scharfen Bild resultiert, an dem es insgesamt nicht viel zu bemängeln gibt. Insgesamt agiert Resident Evil Requiem visuell auf demselben hohen Niveau wie Resident Evil 4 Remake.

Auf dem PC hinterlässt Raytracing einen besseren Eindruck als auf der PlayStation 5 Pro. Das Feature frisst allerdings selbst mit aktivierter Skalierung einiges an Leistung. | PC, 4K, max. Settings, Raytracing, DLSS Qualität

Die PlayStation 5 Pro legt nochmal eine Schippe obendrauf, wirkt im Gesamteindruck aber vor allem bei aktiviertem Raytracing nur unwesentlich schärfer. Zumindest nicht wie natives 4K. Schalten wir die Option dagegen ab, sieht es schon viel besser aus und ist auch überwiegend die Weise, wie ich das Spiel durchgespielt habe – auch deswegen, weil das Raytracing immer noch anfällig für sichtbare Unruhen ist und das Spiel auch ohne dieses Extra wunderbar stimmig aussieht. Wir werden das im Verlauf der kommenden Tage nochmal überprüfen und den Absatz dann wenn nötig abändern, angesichts der aktuellen Eindrücke über mehrere Tage hinweg bleibe ich aber dabei: Natives 4K sieht anders aus! Trotzdem wird euch auf PlayStation 5 Pro von allen Konsolen mit Abstand das schönste Erlebnis geboten, daran gibt es nichts zu rütteln. 

Traut euch, kommt zu mir! Ich prügle die Scheiße aus euch raus! 26 Brittlerock Gulch in 91448 Blackhand! | 4K, max. Settings, Raytracing

Wandern wir von dort rüber zur PC-Version, zeigt dir unter Einsatz entsprechender Hardware, dass es nochmal eine ganze Ecke besser geht. Hier wird euch eine nochmals leicht bessere Beleuchtungsqualität geboten, auch die Charaktere wirken hauchfein detaillierter in Feinheiten wie den chronisch hardwarehungrigen Haaren, die von der Engine aufwändig in Echtzeit berechnet werden. Hinzu kommt eine nochmals bessere Kantenglättung, DLSS und AMD FSR werden in den aktuellsten Versionen ebenfalls unterstützt, nur Besitzer einer Arc-Grafikkarte gehen seltsamerweise leer aus. Das Spiel lässt sich angesichts zahlreicher Optionen zum Feintuning auch auf gehobenen Mittelklasserechnern gut lauffähig machen und sieht selbst auf mittleren Qualitätseinstellungen immer noch gut aus. Support für ultraweite Displays darf dabei ebenfalls nicht fehlen. 

Schockierender Sound

Normalerweise fasse ich die akustischen Aspekte immer relativ kurz am Ende des Technikteils zusammen. Dass ich denen dieses Mal einen eigenen Absatz widme, will also durchaus etwas heißen, ist in diesem Fall aber mehr als verdient. Denn wenngleich einem der visuelle Horror bereits den ein oder anderen kalten Schauer über den Rücken jagt, entsteht erst durch die brillante Musik- und Effektuntermalung des Spiels ein echtes Gruselfest für die Sinne. 

Stimmige Beleuchtung und eine grandiose Soundkulisse machen das Spiel zu einem absoluten Fest für audiovisuelle Enthusiasten. | PlayStation 5 Pro

Dabei solltet ihr im Idealfall Besitzer einer gut kalibrierten Heimkinoanlage oder wenigstens einem Paar hochwertiger Kopfhörer sein. Die aktuellen Formate für Enthusiasten – nämlich DTS:X und Dolby Atmos -, welche ihr sonst eher im hochpreisigen Heimkinosegment auf die Ohren bekommt, werden vom Spiel nahtlos unterstützt. Eine derart immersive und packende Klangkulisse habe ich seit geraumer Zeit in keinem Spiel mehr erlebt. Kombiniert mit den sehr guten deutschen Sprechern ist uns das einen gesonderten Award wert. Viele andere Sprachen sind ebenfalls enthalten, ein Umstellen ist problemlos über das dazugehörige Menü möglich. 

Zurück dorthin, wo vor vielen Jahren alles begann… | PlayStation 5 Pro

Knappe achtzig Gigabyte müsst ihr für das Spektakel übrigens bereitstellen. Die Bedienung geht über sämtliche Peripherie wunderbar von der Hand und auch das haptische Feedback des DualSense wird einmal mehr toll ausgenutzt. Wenn ihr zu diesem Zeitpunkt schon wieder vergessen habt, wie unterlegen die Version für die Nintendo Switch 2 verglichen mit den übrigen Plattformen ist, möchte ich euch zum Abschluss gerne noch einmal daran erinnern. Es gibt eben mehr als nur einen effektiven Weg, Leute zu gruseln. 

„Resident Evil Requiem hat aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt und schafft es tatsächlich, sowohl klassischen Fans des Survival Horrors wie auch Liebhabern deftiger Actionkost einen spielerisch perfekt ausbalancierten Mix zu kredenzen. Dass die Geschichte dabei eher eine untergeordnete Rolle spielt und vor allem Grace etwas uninteressant anmutet, ist im Angesicht der gewohnt fantastischen Atmosphäre schnell vergessen. Langjährige Kenner der Reihe dürfen sich auf viele Referenzen freuen, die im Kontext zwar nicht immer alle Sinn ergeben, aber trotzdem für viel Freude sorgen. Abseits der Nintendo Switch 2 verpackt in eine nahezu makellose Technik, dürft ihr euch einmal mehr auf einen herrlich blutigen Trip in die Zombiehölle freuen. Mir hat’s großen Spaß gemacht!“

  • Hervorragende Gruselatmosphäre
  • Dichte Effektkulisse
  • Detailverliebte Umgebungen
  • Durchgehend realitätsnahe Animationsqualität
  • Effektive Schockmomente
  • Filmreif inszenierte Zwischensequenzen
  • Viele, teils überraschende Bezüge zu vergangenen Ablegern
  • Zombies mit Persönlichkeit
  • Gelungener, gut ausbalancierter Mix aus Action und klassischem Survival Horror
  • Stimmiges, zugängliches Gameplay
  • Solider Gesamtumfang
  • Guter Wiederspielwert
  • Fair ausbalancierte Schwierigkeitsgrade
  • Leon ist immer noch ein Bilderbuch-Badass
  • Sehr gute Sprecher
  • Referenzverdächtige Klangkulisse
  • Stimmiger Soundtrack
  • Schnörkellose Bedienung
  • Nintendo Switch 2 gesamttechnisch extrem schwach
  • Fehleranfälliges Raytracing auf PlayStation 5 Pro
  • Insgesamt eher mittelmäßige Geschichte mit einigen Logiklöchern…
  • …deren Referenzen zu den Serienanfängen gelegentlich forciert wirken
  • Bosskämpfe erfordern kaum taktisches Denken
  • Manche Schauplätze wenig innovativ
  • Grace bleibt ebenso wie der Oberschurke überraschend blass

Entsprechende Rezensionsmuster sind von uns auf eigene Kosten gestellt worden. Wir haben dafür unseren Praktikanten Jürgen für ein Wochenende an eine Geisterbahn verkauft. Er hat sich dort zu Tode erschreckt.

*Unsere Links werden nicht mit einer Monetarisierung versehen.

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