4K UHD | Blu-Ray Remastered | Jackie Brown

Blaxploitation á la Tarantino

Der dritte Film von Quentin Tarantino ist ein besonderes Highlight in der Vita des eigenwilligen Filmemachers, basiert der doch nicht auf einem eigenen Drehbuch, sondern stellt dessen bisher einzige Buchverfilmung dar. Natürlich mit ausreichenden Anpassungen, dass der persönliche Stempel des Kultregisseurs dennoch unverkennbar bleibt. Nun endlich ist Jackie Brown als Blu-Ray Remastered und 4K UHD erschienen – und empfiehlt sich als fantastisches Referenzmaterial! Wir hoffen, ihr freut euch auf die dazugehörige Review genau so sehr, wie wir.

 Vertrieb: STUDIOCANAL

Erstveröffentlichung: 1997

Veröffentlichungstermin: 18. Dezember 2025

Darsteller: Pam Grier, Samuel L. Jackson, Robert Forster, Robert De Niro und andere

Format: 4K UHD | Blu-Ray Remastered

Preis: ab 34,99€*

Altersfreigabe: Ab 16 Jahren

IMDB | Metacritic




Der Film

Die afro-amerikanische Mittvierzigerin Jackie Brown (Pam Grier) arbeitet als Stewardess für eine abgewirtschaftete mexikanische Fluggesellschaft. Das Gehalt ist lausig und reicht gerade so zum Überleben. Woanders unterzukommen ist schwierig, da die meisten Unternehmen bevorzugt sehr viel jüngeres Personal einstellen. Ein Umstand, den der Waffenschieber Ordell Robbie (Samuel L. Jackson) gezielt ausnutzt: Für eine ordentliche Gehaltsaufbesserung lässt er Jackie regelmäßig Bargeld über die Grenze schmuggeln. Als sein Handlanger Beaumont (Chris Tucker) von der Polizei aufgegriffen wird, bekommt es der sonst so abgebrühte Ordell erstmals mit der Angst zu tun. Um zu verhindern, dass das Plappermaul als Kronzeuge gegen ihn aussagt, lässt er ihn mithilfe des alternden Kautionsvermittlers Max Cherry (Robert Forster) aus der Untersuchungshaft holen und ballert dem Kleinganoven wenig später eiskalt eine Kugel in den Kopf. 

Jackie Brown kocht insgeheim ihr eigenes Süppchen. | 4K UHD

Doch der ATF-Beamte Ray Nicolette (Michael Keaton) und sein Partner sind keineswegs gewillt, den Fall deswegen zu den Akten zu legen. Nunmehr im Visier der Drogenfahnder wird Jackie von den Beamten am Flughafen dingfest gemacht. Mit fünfzig Riesen Schwarzgeld und einem Tütchen Kokain in der Tasche stehen die Chancen auf Freispruch denkbar schlecht. Trotzdem weigert sich Jackie, gegen ihren Auftraggeber auszusagen und landet dafür prompt hinter Gittern. Da Ordell nun eine weitere potenzielle Schwachstelle ausmerzen muss, wendet er sich abermals an Cherry, damit der die Kaution stellt. Doch der riecht den Braten und warnt seine Klientin rechtzeitig. Die will nun den Spieß umdrehen und das gesamte Depot ihres Auftraggebers – immerhin etwas mehr als eine halbe Million Dollar – mit nur einem Flug aus Mexiko in die Vereinigten Staaten überführen. Ein Angebot, dem Ordell nicht widerstehen kann. 

Eloquent und eiskalt: Um an sein Geld zu gelangen, geht Waffenschieber Ordell problemlos über Leichen. | 4K UHD

Sein alter Zellengenosse Louis (Robert De Niro) soll dabei ebenso helfen wie die attraktive Gespielin Melanie (Bridget Fonda). Doch Jackie ahnt, dass Ordell ein doppeltes Spiel spielt und sie früher oder später betrügen wird. Gemeinsam mit Cherry plant sie nun, alle Seiten geschickt gegeneinander auszuspielen und das Geld für sich zu behalten. Der Beginn eines zunehmend eskalierenden Verwirrspiels, bei dem schon bald keiner mehr weiß, wer eigentlich auf welcher Seite steht. Nur so viel steht fest: Lebendig kommt am Ende ganz sicher nicht jeder aus der Nummer heraus…

Die Rezension

Nachdem Quentin Tarantino drei Jahre zuvor mit Pulp Fiction aus dem Nichts heraus Kinogeschichte geschrieben hatte und dafür wohlverdient mit zahllosen Preisen inklusive dem Oscar© für das Beste Drehbuch überhäuft wurde, stellte sich in Hollywood wohl jeder die Frage, welches Projekt das Ausnahmetalent als nächstes in Angriff nehmen würde. So oder so: Dabeisein wollte gefühlt jeder. Und was gibt es besseres für einen Regisseur, wenn man sich Thema und Besetzung quasi aussuchen kann? Die Rechte für diverse Werke des Schriftstellers Elmore Leonard hatte sich Tarantino bereits Jahre zuvor gesichert, darunter eben auch Rum Punch. Darauf basierend wurde schließlich nach einigen Anpassungen das Drehbuch für Jackie Brown verfasst. 

Der Kronzeuge ist tot, jetzt müssen die ATF-Agenten einen neuen finden. Die Wahl fällt ausgerechnet auf die resolute Jackie Brown. | 4K UHD

Als großer Fan der Blaxploitation- und Grindhouse-Ära, speziell den beiden ikonischen Genrevertretern Coffy – Die Raubkatze und Foxy Brown, in denen Pam Grier jeweils die Hauptrolle gespielt hatte, schrieb er der von ihm so verehrten Darstellerin die Jackie Brown quasi auf den Leib. Dass es sich bei der ursprünglich Jackie Burke getauften Romanfigur eigentlich um eine Weiße handelte, erkannte der Regisseur erst später. Doch selbst Schöpfer Leonard musste zugeben, dass die von Tarantino vorgenommenen Änderungen, darunter auch der Wechsel des Schauplatzes von Miami nach Los Angeles, das Werk dramatisch bereichern und gab gerne seinen Segen. Wenn man bedenkt, wie respektlos manche Filmemacher mit Quellmaterial umgehen, hätte es wohl nicht besser laufen können. 

Kautionsvermittler Max findet sich plötzlich zwischen den Fronten rivalisierender Parteien wieder. | 4K UHD

Gedreht wurde über den Zeitraum von nur drei Monaten vollständig im Großraum von Los Angeles bei einem Budget von damals schon relativ preiswerten zwölf Millionen Dollar. Entstanden ist ein Ensemblefilm der besonderen Art, in einem gleichermaßen zeitgemäßen wie glaubwürdigen Milieu. Tarantino nimmt sich wie immer ausreichend Zeit, seine zahlreichen Charaktere behutsam einzuführen und diese dann nach einem langsamen Spannungsaufbau allesamt in einem temporeichen Finale aufeinandertreffen zu lassen. Dabei streut er geschickt falsche Spuren, um den Zuschauer bis zuletzt im Unklaren über die tatsächlichen Geschehnisse zu lassen. Man muss genau aufpassen und hinhören, um die vielen kleinen Details nicht zu verpassen, die am Ende in diesem wunderbaren A-ha-Erlebnis resultieren. Aufgrund der durchgehend exzellenten Darstellerleistungen und klug gesetzten Schnitten vergehen die insgesamt etwas mehr als zweieinhalb Stunden Laufzeit wie im Flug. 

Louis und Melanie agieren während der Operation derart dumm, dass die Katastrophe quasi vorhersehbar ist. | 4K UHD

Der dazugehörige Soundtrack ist einmal mehr keine Eigenkomposition, die exklusiv für den Film geschaffen wurde, sondern wurde vom Regisseur sorgfältig aus dessen eigener Plattensammlung zusammengestellt. Und das funktioniert anhaltend so gut, dass man sich die Frage stellen muss, warum nicht mehr Regisseure nach diesem Prinzip arbeiten. Gespickt mit zahlreichen Referenzen und Anspielungen auf andere Filme, von denen teilweise wahrscheinlich noch nie jemand gehört hat, ist Jackie Brown wie so oft ein typischer Tarantino: Explizit, intelligent und mit dem typischen Witz versehen, der sich bis heute durch all seine Werke zieht, aber in den nötigen Momenten nie den Ernst vermissen lässt. Und obwohl der Film von Kritikern und Publikum erneut mehr als wohlwollend aufgenommen wurde (zahlreiche Preisnominierungen inklusive), kam es rund um die Veröffentlichung auch zu einem Skandal. 

Vertrauen ist gut. Kontrolle ist besser. | 4K UHD

Verantwortlich dafür war der Regisseur Spike Lee, der schon damals als einer der einflussreichsten afro-amerikanischen Filmemacher galt und sich sehr daran störte, dass es ausgerechnet einem Weißen gelungen war, einen massentauglichen Film mit zentralen schwarzen Themen zu schaffen, wobei er besonders die häufige Verwendung einschlägig diskriminierender Begriffe als inakzeptabel empfand. Doch Tarantino hielt entschlossen dagegen, was man nur respektieren kann, denn heutzutage würde sowas wahrscheinlich ganz anders ablaufen. Dem immensen Erfolg hat das am Ende nicht geschadet, sondern wahrscheinlich eher dazu beitragen. Verdient, denn Jackie Brown ist ein zeitlos gelungener Kriminalthriller mit starken Charakteren, der einen von Anfang bis Ende hervorragend unterhält und wohl zu den besten Werken in der Vita des Regisseurs zählt. Das anschließende Comeback von Robert Forster und Pam Grier ist dabei natürlich ebenfalls absolut verdient!  

Blu-Ray Remastered und 4K UHD: Das Bild

Jackie Brown wurde damals noch ausschließlich analog gedreht. Die dazugehörige Blu-Ray wurde hierzulande erstmals unter dem Banner von STUDIOCANAL im Spätwinter 2012 veröffentlicht, also zu einer Zeit, in der das Format bereits eine Weile existierte, sich aber auf gewisse Weise trotzdem noch finden musste. Denn damals wurde auch die digitale Herstellung immer salonfähiger und irgendwie machte sich wohl der Irrglaube breit, dass das Publikum den damit verbundenen Look eher zu schätzen wissen würde, als den von manchen so unruhig empfunden Stil klassisch-analogen Filmmaterial. In der Konsequenz wurden zahllose Meisterwerke aus Jahrzehnten der Filmgeschichte für die Veröffentlichung auf Blu-Ray teils gnadenlos totgefiltert. 

Die alte Blu-Ray (Slider →) hat alleine filterbedingt kaum noch Details oder Zeichnung zu bieten. Farblich ist es eine Katastrophe, kostenlose Eierköpfe gibt's obendrauf. Der neue Transfer, hier in Form der 4K UHD (Slider ←) wischt mit der Erstauflage gnadenlos den Boden auf.

Jackie Brown ereilte dieses Schicksal zum Glück nicht (ich weiß, ich hab euch ein bisschen Angst eingejagt) – also zumindest nicht ganz so schlimm. Aber irgendwie schon. Nur anders. Gemessen an dem, was einem die Sichtung der bisherigen Blu-Ray in Kombination mit den dazu veröffentlichten Informationen verrät, kann man zunächst davon ausgehen, dass bereits damals ein neuer Transfer vom bestehenden 35mm-Analogmaterial angefertigt worden ist, wobei ich ganz stark davon ausgehe, dass wir es dabei mit einem Digital Intermediate in 2K zu tun haben. Dieses wurde von Tarantino persönlich abgesegnet, aber im Trend der damaligen Zeit geschah dies eindeutig nicht ohne eine gewisse Nachbearbeitung in Form von Rauschfilterung. Das wird vor allem daran erkennbar, dass die Körnung in vielen Szenen praktisch nicht vorhanden ist und man als Konsequenz des damit verbundenen Wegfalls an Bildinformationen ein unnatürlich weiches Bild serviert bekommt. Was an Körnung geblieben ist, agiert in der Regel so unauffällig im Hintergrund, dass sich das in der Summe keineswegs natürlich anfühlt. Dabei muss man zwischen diesen Shots und jenen, die herstellungsbedingt grundsätzlich nicht ganz optimal auf Film gelandet sind, in jedem Fall differenzieren. 

Dass sich da Robert Forster in der Mitte des Bildes befindet, kann man im Rahmen der alten Blu-Ray (Slider →) allenfalls erahnen. Die Körnung wurde fast komplett aus dem Bild getilgt und farblich driftet die Scheibe unschön ins Rot ab, wovon selbst eigentlich farbneutrale Flächen nicht verschont werden. Die 4K UHD (Slider ←) liegt auch hier um Welten vorne.

Blickt man ganz genau hin, werden die Unterschiede deutlich sichtbar: In Szenen, wo nachgefiltert worden ist und die vor eher hellerem Hintergrund spielen, wirkt das Korn in Teilbereichen ganz seltsam festgefroren, was absolut nicht schön aussieht. Farblich liegt dagegen regelmäßig ein seltsamer Rotstich über dem Bild, wodurch vor allem Gesichter diesen unleidlichen Sonnenbrand-Look und in Teilen auch diese sogenannte Daywalker-Haarfarbe bekommen. Gleichzeitig sieht die schon gut gebräunte Bridget Fonda aus, als wäre sie über Tage in einem Tank mit Orangensaft eingelegt worden. Eigentlich neutrale Flächen werden regelmäßig unrealistisch eingefärbt, alles in allem sieht die Blu-Ray wirklich nicht toll aus, eine Neuauflage war längst überfällig. Und die gibt es nun auch endlich, wieder unter dem Banner von STUDIOCANAL und auf Basis eines komplett neuen Transfers in nativem 4K, der Gerüchten zufolge direkt von Tarantinos persönlicher 35mm-Kopie gezogen und im Anschluss daran umfangreich restauriert worden ist. 

Nochmal ein guter Auflösungsvergleich zwischen der alten Blu-Ray (Slider →) und der 4K UHD (Slider ←). Kontraste, Farbabstimmung, Durchzeichnung, Detailwiedergabe - sucht es euch aus: So sieht absolutes Referenzmaterial aus.

Und ja…schaut man sich alleine die Blu-Ray Remastered an, ist das im Vergleich wie ein Unterschied zwischen Tag und Nacht. Dramatisch mehr Details in nahezu jeder Einstellung, dazu eine komplett überarbeitete Farbgebung mit himmelweit überlegener Differenzierung, satten Highlights und der Wiederherstellung der ursprünglichen Körnung lassen einen den Film vollständig neu erleben. Farbneutrale Flächen werden jetzt korrekt wiedergegeben, Gesichter gesund dargestellt und auch die Haarfarben lassen nicht mehr den Eindruck erwecken, der Film wäre durchgehend mit Rothaarigen besetzt worden. Alles wirkt harmonischer, geerdeter und natürlicher. Was im Vergleichsbild bereits grandios aussieht, sollte wirklich jeder mal für sich im bewegten Bild sehen, so gewaltig ist die qualitative Differenz. Die dazugehörige 4K UHD ist gleichermaßen identisch mit der bereits vor einem Jahr in den Vereinigten Staaten von Lionsgate verantworteten Fassung, löst also in nativem 4K auf und kommt zusätzlich mit erweitertem Farbraum nach Rec.2020 inklusive Support für Dolby Vision und HDR10. 

Und noch ein letzter, weil es so schön ist. Auch hier wird der Unterschied zwischen der alten Blu-Ray (Slider →) und der 4K UHD (Slider ←) überdeutlich. Die ebenfalls auf dem neuen Master basierende Blu-Ray Remastered hinterlässt einen ähnlich guten Eindruck, abseits der Auflösungsdifferenz und etwas schlechterer Farbdynamik.

Und was innerhalb der Blu-Ray Remastered schon fantastisch aussieht, wird von der 4K UHD sogar nochmal getoppt. Im Detailbereich werden nun auch kleinste Feinheiten sichtbar hervorgehoben, alleine die Nahaufnahmen der etwas betagteren Darsteller warten mit einer Tiefe auf, die einen einfach nur von den Socken haut und an der man sich gar nicht sattsehen kann. Aber auch die Texturwiedergabe wird nochmals verbessert. Farben präsentieren sich kraftvoller, etwas wärmer und stellenweise nuancierter in der Darstellung, wo selbst die beste Blu-Ray nicht mehr mithalten kann. Und die auflösungsbedingt feinere Körnung stabilisiert das Bild zusätzlich, ohne dabei den ursprünglichen Look des Materials zu gefährden. Ein geniales Upgrade und Pflicht für jeden Cineasten. Anders kann man es schlicht nicht ausdrücken. Ab-so-lu-tes Referenzmaterial!

Blu-Ray Remastered und 4K UHD: Der Ton

Keine Überraschungen gibt’s bei der Klangausstattung, denn in dem Bereich kann man theoretisch genauso gut den bestehenden Absatz aus dem Test des ersten Teils rezitieren. Statt den bisher komprimierten Tonspuren wechselt STUDIOCANAL auf verlustfreie Masterspuren im Format DTS-HD MA 5.1 für alle drei Sprachen, nämlich neben Deutsch auch Englisch und Französisch. Und die haben alle miteinander gemein, dass sie gute fünf bis sechs Dezibel leiser als die bisherigen Tonspuren abgemischt worden sind. Nichts, was sich am Reciever nicht problemlos beheben ließe, zumal ich an dieser Stelle betonen muss, dass abseits der Lautstärke nicht nachträglich Dynamik gekappt wurde, wie es bei Disney zum Beispiel regelmäßig trauriges Beispiel ist. 

Das Innere eines Kofferraums ist das letzte, was Beaumont Livingston zu sehen bekommt. | 4K UHD

Dementsprechend bleiben die Dialoge hervorragend verständlich und werden durchgehend klar wiedergegeben. Räumliche Aktivität bleibt situationsbedingt eine Seltenheit, da hat der Vorgänger spätestens zur Mitte wesentlich mehr aufgedreht. Hier mangelt es inszenierungsbedingt einfach an passenden Gelegenheiten, lediglich der Soundtrack bewegt sich hörbar aus dem vorderen Spektrum heraus. Richtig zur Sache geht’s nur während der packenden Auseinandersetzung zwischen der Braut und Elle, danach bleibt es bis zum Ende überschaubar. Die Tonspuren tun, was sie eben sollen. Mehr gibt es dazu gar nicht zu sagen. Und mir ist bei einem so dialoglastigen Film gute Verständlichkeit allemal lieber als künstlich eingefügte Räumlichkeit, die das feine Ohr mehr verwirrt, als es zu begeistern. Deshalb will ich das Ergebnis gar nicht groß durch den Schlamm ziehen, das wäre schlicht nicht fair. 

Die Extras

Wie so oft bei STUDIOCANAL wurde das Bonusmaterial komplett auf der beiliegenden Blu-Ray untergebracht, welche dankbarerweise keine Wiederverwertung der Erstauflage darstellt, sondern ebenfalls auf dem neuen Master basiert. Die Extras sind dagegen altbekannt und wurden einheitlich von den bisherigen Veröffentlichungen übernommen. Erstmal nicht schlecht, denn alleine die knapp dreiviertelstündige Gesprächsrunde zwischen Fans und Filmexperten, die eigens für die HD-Veröffentlichung erstellt worden und daher verglichen mit dem Rest noch relativ frisch ist, sollte man sich nicht entgehen lassen. Nochmal vierzig Minuten nimmt das umfangreiche Making-of ein, welches so ziemlich jeden wichtigen Aspekt der Produktion abdeckt und zahlreiche Mitglieder von Cast und Crew zu Wort kommen lässt. 

Ein totsicherer, aber hochriskanter Plan. Den Tod im Nacken. Trotzdem hat Jackie Grund zum Lächeln.| 4K UHD

Quentin Tarantino selbst darf in einem knapp einstündigen Interview nochmal präzise seine eigenen Gedanken zur Umsetzung zum besten geben, auch hier gibt’s jede Menge interessante Informationen. Dazu gibt es noch ein bisschen Werbematerial aus der Veröffentlichungszeit und eine Kritik der beiden damals gefürchtetsten TV-Kritiker überhaupt, nämlich Gene Siskel und Roger Ebert. Beide mittlerweile hin. Da machst du nichts. Und ja, dann ist da wieder dieses Steelbook, welches wie schon bei Kill Bill überhaupt nicht meinen Geschmack trifft, aber immerhin sehr sauber und wertig verarbeitet worden ist. Gegenwärtig ist der Film in dieser Form fast überall ausverkauft, aber es ist sehr sicher, dass STUDIOCANAL schon bald eine Zweitauflage im Keep Case nachreichen wird. 

„Es muss sich schon um ein verdammt gutes Buch handeln, wenn Quentin Tarantino es so bereitwillig eigenen Ideen vorzieht. Was in jedem Fall klar ist: Jackie Brown ist ein verdammt guter Film geworden. Ein klassischer Mix aus Krimi, Thriller und Heistmovie, im typischen Stil des Regisseurs meisterhaft für die große Leinwand adaptiert und dank herausragendem Ensemble in jeder Minute hochspannend. Sowohl die Blu-Ray Remastered wie auch die 4K UHD sind eine absolute Offenbarung und ein Pflichtkauf für jeden Fan oder alle, die es noch werden wollen. Ton und Sonderausstattung bleiben auf dem bekannten, bereits sehr guten Niveau. Jetzt müsst ihr nur noch irgendeinen Laden finden, der die limitierte Erstauflage nicht zum Preis einer Niere vertickt.“


Quelle Bildmaterial: ©STUDIOCANAL GmbH. All rights reserved.

Entsprechende Testexemplare sind uns freundlicherweise von STUDIOCANAL zur Verfügung gestellt worden.

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