In den späten Neunzigerjahren waren Naturkatastrophen aller Art DAS zentrale Thema im amerikanischen Spannungskino. Da kam es nicht selten vor, dass gleichzeitig mehrere Filme miteinander um die Gunst der Zuschauer buhlten, denen inhaltlich dasselbe Thema zugrunde lag. So auch der namhaft besetzte Dante’s Peak aus dem Jahr 1997. Den hat Turbine jetzt erstmals als Blu-Ray Remastered und 4K UHD auf den Markt geworfen – die passende Review werfen wir praktischerweise gleich hinter.


Vertrieb: Turbine Medien
Erstveröffentlichung: 1997






Der Film
Vier Jahre, nachdem seine Kollegin und Lebensgefährtin Marianne bei einem Vulkanausbruch in Südamerika tödlich verunglückt ist, wird der Vulkanologe Dr. Harry Dalton (Pierce Brosnan) im Auftrag der Regierung in die Kleinstadt Dante’s Peak geschickt, nachdem Messungen ergeben haben, dass der gleichnamige Vulkan in unmittelbarer Nähe plötzlich Aktivität zeigt. Das beschauliche Nest ist ein beliebter Hotspot (ja, ich erkenne die Ironie) bei Touristen, einladende Waldgebiete und heiße Quellen bieten perfekte Orte zur Entspannung – all das vor den Kulissen eines scheinbar längst erloschenen Lavaspeiers.

Es dauert nicht lange, bis sich der attraktive Harry mit der sympathischen Bürgermeisterin Rachel Waldo (Linda Hamilton) und ihren beiden jungen Kindern anfreundet. Ein erster zarter Flirt wird jäh unterbrochen, als bei der ersten gemeinsamen Inspektionsfahrt ein gut durchgekochtes Liebespaar in den heißen Quellen treibend entdeckt wird. Schnell finden sich weitere Anzeichen dafür, dass der Vulkan gar nicht so inaktiv ist, wie es den Anschein hat. Dalton schlägt Alarm und bekommt bald darauf Verstärkung an die Seite gestellt. Doch weitere Untersuchungen lassen zunächst keine eindeutige Gefahr erkennen. Als der Wissenschaftler dennoch weiterhin akribisch auf eine Evakuierung pocht, wird er von seinem Boss mit Nachdruck vor den Folgen gewarnt – schließlich hat unlängst ein Investor angekündigt, Millionen in die Stadt zu pumpen, das will man sich nicht verscherzen.

Eine Woche vergeht, in der sich Harry und Rachel auch auf romantischer Ebene immer nähergekommen sind. Da es keine weiteren Vorkommnisse gegeben hat, ist das Team bereits im Begriff, die Stadt zu verlassen, als aus den Wasserleitungen plötzlich nur noch eine dreckige, schwefelige Brühe kommt. Jetzt ist endgültig klar, dass der Vulkan kurz vor dem Ausbruch steht. Doch die Warnung kommt zu spät: Während einer Bürgerversammlung um Rathaus kommt es zu schweren Erdbeben, Sekunden später bricht in der gesamten Stadt das Chaos aus. Inmitten des dichten Ascheregens will Harry Rachel dabei helfen, nach ihren Kindern zu suchen. Und die sind ausgerechnet am Fuß des Berges, wo die sich anbahnenden Lavamassen zuerst aufschlagen werden…
Die Rezension
Das Problem an Katastrophenfilmen ist, dass die eigentliche Katastrophe immer erst viel zu spät beginnt und dann viel zu schnell vorbei ist. Bei dem im gleichen Jahr veröffentlichten Titanic musste man beispielsweise über zwei Stunden warten, bis das Schiff endlich mit dem Eisberg kollidiert. Alles bis dahin kann man allenfalls als eine überlange Romanze bezeichnen. Dante’s Peak leidet exakt unter demselben miesen Erzähltempo Hier vergeht zwar nur etwas mehr als eine Stunde, bis es Regisseur Roger Donaldson richtig krachen lässt, aber diese sprichwörtliche Ruhe vor dem Sturm zieht sich aufgrund dröger Dialoge und klischeebehafteter Figuren nicht minder wie klebriger Kaugummi ohne Geschmack. Da kommt der damalige direkte Konkurrent – nämlich der mit Tommy Lee Jones besetzte Volcano – deutlich schneller zur Sache.

Wenn die Action dann beginnt, darf man sich als Zuschauer auf eine satte Stunde Hochspannung und bestes Effektkino freuen, solange man sich wirklich nur auf die Action konzentriert und die aufgesetzten Rührseligkeiten zwischendurch so gut es geht zu ignorieren versteht. Bei satten 116 Millionen Dollar Produktionskosten wird schnell klar, dass ein Großteil des Budgets in die Effekte gewandert ist. Die sehen selbst über fünfundzwanzig Jahre später immer noch recht ansehnlich aus, nur ganz selten lassen lässt sich offensichtlich erkennen, wie viele Jahre der Film bereits auf dem Buckel hat und auf welchem Stand sich die Computertechnik damals noch befunden hat. Der von James Newton Howard und dem damals aufstrebenden Komponisten John Frizzell komponierte Score untermalt die visuell hemmungslos zelebrierte Zerstörung mit gleichermaßen treibenden wie packenden Klängen, was den Adrenalinpegel zusätzlich bis zum Schluss oben hält.

Die dazu passenden Bilder lieferte Kameramann Andrzej Bartkowiak, der später als Regisseur selbst ein paar wenige Erfolge vorweisen konnte und im Ruf steht, seine Arbeit dem jeweiligen Material anzupassen, anstatt seinen Projekten einen eigenen Stil aufzuzwängen. Bei den Dialogen und in Innenräumen baut er bewusst auf Nahaufnahmen, um Intimität aufzubauen. Bei Außenaufnahmen kommen bevorzugt Totale zum Einsatz, um den Maßstab der kleinen Stadt samt Bewohner vor der Kulisse des Vulkans zu verdeutlichen – und damit eben auch die Hilflosigkeit im Schatten des alles überragenden Kolosses, die sich dann letztendlich auch im Verhalten der Einwohner bestätigt. So muss man sagen, dass die Bildkomposition sehr viel besser durchdacht ist, als die Dialoge. Denn obwohl sowohl Pierce Brosnan als auch Linda Hamilton wirklich gute Schauspieler und Ikonen der Neunziger sind, können die Darsteller aus dem von Leslie Bohem auf Papier gebrachten Textunsinn auch kein genießbares Buffet machen.

Der traumatisierte Wissenschaftler, auf den niemand hören will. Die alleinerziehende Bürgermeisterin, die sich voller Leidenschaft für ihre Bürger engagiert. Eine senil-unsympathische Großmutter mit extrem (!) späten Reuegefühlen. Und zwei Kinder, so vorzeigbar, wie es sich die meisten Singlemütter auf gängigen Online-Dating-Plattformen nur in ihren kühnsten Träumen wünschen können. Im Angesicht all dessen geht die Tatsache, dass Regisseur Donaldson sich viel Mühe gegeben hat, das Ganze möglichst authentisch umzusetzen, fast schon ein bisschen verloren. Gedreht wurde fast ausschließlich vor Lokalitäten in Idaho, für den Vulkan wurde der Mount St. Helens als unfreiwilliges Double herangezogen und später in den Hintergrund eingefügt.

178 Millionen Dollar spielte das Werk weltweit wieder ein. Kein totaler Misserfolg also, aber eben doch ein deutliches Signal dafür, dass die Zuschauer den stetigen Katastrophen- und Weltuntergangsfilmen allmählich überdrüssig wurden. Lediglich der im Folgejahr veröffentlichte Armageddon konnte mit einer gleichermaßen frischen wie unsinnigen Idee und begleitet von einer gewaltigen Werbekampagne nochmal richtig Kasse machen, wobei dieser mit Deep Impact erneut einen direkten Konkurrenten mit einem etwas seriöseren Einschlag vorgesetzt bekam. Erst, als auch der Weltraum das Publikum nicht mehr beeindrucken konnte, wandte sich Hollywood langsam wieder seriöseren Projekten zu. Dante’s Peak mag alleine aufgrund seiner Visuals nicht der schlechteste Beitrag zu dem zeitweise völlig überfluteten Genre sein, von einem der besten ist er aber aufgrund seines miesen Drehbuchs ebenso meilenweit entfernt.
Blu-Ray und 4K UHD: Das Bild
Ganz weit weg von einem Treppenplatz ist die dazugehörige Blu-Ray, die von Universal erstmals als Katalogtitel im Spätsommer 2010 auf den Markt geworfen wurde. Zu dieser Zeit war das Format längst erschwinglich geworden und die Majors schmissen in kurzen Abständen so ziemlich alles auf den Markt, was man in den jeweiligen Archiven finden konnte. Sorgfalt spielte bei der Umsetzung nur selten eine Rolle. Dante’s Peak ist dafür ein trauriges Beispiel. Das Grauen beginnt schon beim bereits damals völlig veralteten Master, welches noch in der DVD-Ära erstellt worden ist und derart miserabel auflöst, dass es eine Schande für das Format darstellt. Dieser Tatsache muss man sich bei Universal wohl auch während dem Mastering bewusst geworden sein, weshalb man das vorhandene Material kurzerhand kräftig nachschärfen ließ. So etwas wie Definition ist hier praktisch nicht vorhanden. Egal, zu welcher Szene man wandert, Details sucht man vergebens.
Was den Hauch von Schärfe erahnen lässt, ist grundsätzlich nicht natürlichen Ursprunges, sondern das Ergebnis der Nachbearbeitung. Die dafür typischen Darstellungsprobleme bei den Randkonturen lassen sich von aufmerksamen Augen zuhauf finden. Ebenso gelingt es der Blu-Ray nicht, eine gesunde Mitte bei der Farbgebung zu finden. Während Gesichter durchgehend kränklich ins Magenta abdriften, werden Highlights vor allem in der ersten Hälfte übermäßig betont, besonders eher grellere Töne tendieren dabei häufig zum Ausbluten. Zur Mitte des Films verschwinden die Farben dann gefühlt immer mehr aus dem laufenden Film, lediglich die spät auftauchende Lava schafft es, den grau-grünlichen Sumpf ein bisschen zu durchbrechen. Lediglich die Kontraste sind einigermaßen okay, aber das ist im Gesamteindruck nur ein lächerlicher Tropfen auf dem heißen Berg. Körnung ist vorhanden, im Angesicht des miserablen Encodings und der niedrigen Grundauflösung des Masters aber auch kein schöner Anblick. Weg damit!
Auftritt von Turbine Medien, die den Film für die weltweite Wiederveröffentlichung komplett neu in 4K vom ursprünglichen 35mm-Analogmaterial scannen und im Anschluss umfangreich restaurieren ließen. Im Ergebnis genügt bereits ein kleiner Blick auf die Blu-Ray Remastered und man hat das Gefühl, einen komplett neuen Film zu sehen. Was einem der neue Transfer alleine auflösungsbedingt entgegenwirft, ist ein wahrer Augenöffner. Unzählige Details, die man bisher allenfalls erahnen konnte, werden nun klar definiert wiedergegeben – all das ganz ohne Nachschärfung! Wo die Szenen in den Wäldern bisher nur neongrüner Match waren, lassen sich die Tannennadeln nun teilweise zählen. Dazu gibt’s natürlich-plastische Gesichter, wo vorher allenfalls der Eindruck sprechender Wachsfiguren aufgekommen ist und eine durchgehend unaufdringliche, natürliche Körnung.
Begleitet wird all das von einem komplett neuen Grading mit überwiegend warmen Paletten, welches nur noch unaufdringlich ins Gelb-Grün tendiert und damit den ursprünglichen Look eines Neunziger-Jahre-Films gelungen wiederherstellt. Die Differenzierung ist hier bereits sehr gut. Zwar wird’s mit dem Ausbruch des Vulkans auch hier zunehmend farbärmer, das ist aber stilistisch so gewollt und von der Blu-Ray Remastered auf eine Weise umgesetzt, die man als untermalendes Element positiv aufnehmen kann, anstatt wie noch im Rahmen der Erstauflage verwirrt an der Fernbedienung herumzufummeln. Obendrauf liefert die Scheibe kräftiges Schwarz und zeichnet auch in dunklen Szenen gut durch, während neutrale Flächen nicht mehr unschön eingefärbt werden. Kurzum: Ein himmelweiter Unterschied, an dem man sich gar nicht genug sattsehen kann.
Die dazugehörige 4K UHD löst nativ auf, kommt mit erweitertem Farbraum nach Rec.2020 und unterstützt sowohl HDR10 als auch Dolby Vision. Verglichen mit der bereits sehr guten Blu-Ray Remastered darf man sich hier auflösungsbedingt über eine nochmals bessere Detailwiedergabe freuen. Feinste Bartstoppeln oder weiter entfernte Nummernschilder, welche die Blu-Ray Remastered nicht mehr problemlos stemmen kann, bekommt die 4K UHD mühelos auf den Bildschirm gezaubert. Farben werden intensiviert, wirken dynamischer und lassen vor allem die Highlights noch einen Ticken besser rüberkommen. Auch in Sachen Differenzierung zeigt sich die höherpreisige Variante klar überlegen und mischt weniger Grün bei, was das Bild insgesamt harmonischer und natürlicher wirken lässt. Beim Schwarz wird nochmal eine Schuppe draufgelegt und die analoge Körnung pendelt sich problemlos im Referenzbereich ein. Viel mehr kann man aus dem bestehenden Material beim besten Willen nicht herausholen. Einfach fabelhaft, was Turbine Medien in dem Segment abliefern!
Blu-Ray Remastered und 4K UHD: Der Ton
Dabei belässt es das Label für Liebhaber jedoch nicht und hat sich überdies auch nochmal an den Sound gesetzt. Wo es für die alte Blu-Ray lediglich komprimiertes DTS 5.1 gegeben hat, wartet nun eine komplett neue Abmischung im Format Dolby Atmos für die deutsche und englische Fassung, alternativ gibt es für beide Spuren noch verlustfreie Mastervarianten. Jetzt muss man der Erstveröffentlichung zugute halten, dass die im Kern anhaltend überhaupt nicht schlecht klingen, allerdings im Rahmen größerer Effekteinlagen regelmäßig ganz kurz vor dem Übersteuern stehen. Das wird spätestens dann zum Problem, wenn man im Besitz einer guten Heimkinoanlage samt passendem Equipment ist und seine Filme bevorzugt mit einer für Katastrophenfilme angemessenen Lautstärke genießt.

Spätestens ab der zweiten Hälfte ist die Abmischung konsequent auf Aggressivität ausgerichtet, wo bis dahin eher Dialoge im Vordergrund standen, dominiert dann bis zum Abspann nur noch die Effektkulisse. Die neue Abmischung unter Verantwortung von Turbine Medien schlägt bewusst in dieselbe Kerbe, gleicht die beiden unterschiedlich fokussierten Elemente aber inklusive musikalischer Untermalung gekonnt aneinander an und bleibt auf der regulären Elemente kraftvoll, jedoch hörbar nuancierter in der Wiedergabe. Dabei wurde auch der Pegel entsprechend angepasst, so dass man anders als bisher nicht mittendrin nachjustieren muss, wenn die Katastrophe ihren Lauf nimmt. Was hier alleine der Subwoofer von den ersten Erdbeben bis hin zum finalen Ausbruch rausdrückt, lässt einen nicht selten vermuten, selbst inmitten des ganzen Chaos zu stehen, während die Dialoge anhaltend gut verständlich bleiben.

Die zusätzliche Höhenebene ist für einen Film wie diesen natürlich geradezu prädestiniert, weiß aber gleichzeitig um ihre Grenzen. Das bereits erwähnte Erdbeben verweilt beispielsweise akustisch korrekt auf der regulären Ebene, der tatsächliche Ausbruch wird hier aber komplett auf die Heights gelegt und finisht in Form der zahllosen Gesteinseinschläge wuchtig wie nachvollziehbar auf der regulären Ebene. Ganz ähnlich glaubhaft platziert geht es in der Folge weiter. Die typischen Hubschraubergeräusche in der ersten Hälfte werden übrigens ebenfalls korrekt aus der Höhe wiedergegeben, während die Sintflut zum Finale hin wieder primär auf dem unteren Level verantwortet werden. Das macht in der Summe unglaublich viel Spaß, tatsächlich ist mir schon lange kein Film aus dieser Zeit untergekommen, der ein derart druckvolles und dynamisches Feuerwerk gezündet hat, ohne sich dabei nicht mindestens einmal zu sehr den Versuchungen eines dreidimensionales Klangspektrum hinzugeben und damit auf der Nase zu landen.

Das gilt für die deutsche Fassung übrigens ebenso wie für den O-Ton. Die alternativen Masterspuren wurden auf demselben, hohen Niveau bearbeitet und klingen identisch zu den Atmos-Fassungen, nur eben ohne die Vorzüge der Höhenebene, deren Anteile hier wieder auf die reguläre Ebene zurückgeführt werden. Damit geht einem schon einiges verloren, das aber auch nur, wenn man die neue Abmischung zuvor in ihrer ganzen Pracht im Rahmen der jeweiligen Atmos-Spuren erfahren hat. Regulär auf dem TV wiedergegeben bekommt man davon weniger mit und kann sich immer noch mit gutem Gewissen über eine gelungene und vor allem zupackende Abmischung mit hervorragender Differenzierung zwischen Dialogen, Effekten und Score freuen. Das bekommt selbst manch aktueller Film nicht so gut hin.
Die Extras
Ein Remaster zu einem Film zu erstellen, das ist uns längst nicht neu. Sich aber hinzusetzen und Teile vom Bonusmaterial neu in High Definition zu mastern, ist schon eher ungewöhnlich. Genau das ist im Fall von Dante’s Peak jedoch geschehen, nämlich in die Hinblick auf das gut einstündige Making-of zum Film. Die umfangreiche Dokumentation befasst sich angenehm ausführlich mit nahezu allen relevanten Aspekten der Herstellung, wobei den aufwändigen Tricks besonders viel Aufmerksamkeit geschenkt wird. Innerhalb der zahllosen eingestreuten Interviews kommen nicht nur sämtliche relevanten Darsteller zu Wort, sondern unter anderem auch Regisseur Roger Donaldson, einige Mitglieder vom SFX-Team sowie der Vulkanologe David Harlow.

Das hochinteressante Material erscheint erstmals als Teil einer deutschsprachigen Veröffentlichung und wartet zudem mit optional zuschaltbaren deutschen Untertiteln auf. Gleiches gilt für den Audiokommentar des Regisseurs, der dabei von Produktionsdesigner Dennis Washington unterstützt wird. Eine Galerie mit diversen Fotos und Storyboards liegt in Standardauflösung ebenfalls bei, abgerundet wird das Paket mit ein paar Trailern zum Film. Bedenkt man, dass sämtliche bisherigen Auflagen komplett ohne Extras ausgeliefert worden sind, ist das ein ziemlicher Zugewinn. Ausgeliefert wird das Paket übrigens als Softbox im Pappschuber, die Blu-Ray Remastered liegt der 4K UHD als Dreingabe bei. Für knapp dreißig Euro ein unwiderstehliches Gesamtpaket, in dem ganz viel Liebe steckt.

„Dante’s Peak ist ein ganz klassischer Vertreter des Katastrophenfilms in den späten Neunzigern: Ganz viel für Augen und Ohren, während das Gehirn beherzt auf Durchzug schalten kann. Zu letzterem wird man hier im Angesicht klischeehafter Charaktere und Dialogen auf dem Niveau einer Seifenoper nahezu gezwungen – daran ändern auch die sonst grundsympathischen Darsteller nichts. Erst, wenn es zur Hälfte des Films unablässig Zerstörung hagelt, wird man als Zuschauer langsam wach und mag sich dann bis zum Abspann nicht mehr vom Bildschirm abwenden, was vor allem an den weitestgehend zeitlosen Tricks liegt. Die brandneue Blu-Ray Remastered inklusive der nochmals besseren 4K UHD kann man im Angesicht der katastrophalen Erstauflage nur als Offenbarung bezeichnen, die frisch abgemischten Tonspuren untermalten das Spektakel mit unablässiger Aggressivität und agieren nahe am Referenzbereich. Dazu gibt’s interessante Extras als Premiere im deutschsprachigen Raum. Viel besser kann man so ein Release abseits der etwas lustlosen Aufmachung kaum gestalten – dafür stimmt der Preis.“

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