Fallout 4™ – Mit dem Automatron auf Du und Du

Die dritte Märzwoche steht ganz im Zeichen der kostenpflichtigen Zusatzinhalte. Nicht nur Star Wars: Battlefront erhielt seinen ersten DLC (den wir natürlich in dieser Woche noch ausführlich für euch testen werden), auch Bethesdas Bestseller Fallout 4 wird mit ersten neuen Inhalten versorgt. Das Automatron bringt nicht nur eine kleine Handvoll neue Missionen und Erfolge, sondern ermöglicht euch auch erstmals, mithilfe einer Roboter – Werkbank euren ganz individuellen Robo – Begleiter zu basteln und hochzurüsten. Ein Grund mehr, erneut ins postapokalyptische Boston zurückzukehren.

Robo-Manie

Für den Spieler ab Level 15 beginnt der DLC mit einer Radioübertragung, die ihn zu den Überresten einer Karawane führt. Deren letztes Mitglied, ein Roboter namens ADA, befindet sich mitten im Gefecht mit zahlreichen wildgewordenen Blecheimern. Ist die Bedrohung neutralisiert, können wir mit ADA einen neuen Gefährten rekrutieren und uns auf die Suche nach dem Urheber der bösen Maschinen machen – einem gewissen Mechanic. Über die Auflösung wird natürlich an dieser Stelle von mir nichts verraten.

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Im Grunde ist das bereits die ganze Story des DLCs, wäre da nicht das neue, zentrale Feature der Erweiterung: Die Möglichkeit, unseren eigenen Kampfroboter ganz nach Belieben zu konstruieren. Dazu begeben wir uns in eine beliebige Siedlung mit Werkbank, errichten die Konstruktionsplattform und können, die nötigen Materialien vorausgesetzt, umgehend damit beginnen, uns nach Herzenslust auszutoben. Die meisten neuen Teile und zahlreichen Waffensysteme müssen jedoch erst über die entsprechenden Perks und Fundstücke besiegter Roboter aufgetrieben werden. Dafür hat man dann am Ende aber auch wirklich jede Möglichkeit, seine persönliche Killermaschine zu bauen. Flammenwerfer, Laserkanonen, Panzerungen…alles lässt sich basteln und verbauen. Allerdings unterscheiden sich die mechanischen Begleiter von allen anderen darin, dass man sie nicht einfach mit gewöhnlicher Arzei aufpeppeln kann, sollten sie mal außer Gefecht gesetzt werden. Dafür sind spezielle Reparaturpakete notwendig, die man jedoch entweder selbst herstellen kann, oder bei den besiegten Gegnern zuhauf finden kann. 

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Das Prinzip des Schaffens ist sinnvoll und schnell erlernt. Außerdem macht es eine Menge Spaß, verschiedene Konfigurationen auszuprobieren-. Für den Einzelpreis von 9.99€ bietet der Inhalt allerdings neben all dem kaum Inhalt. Anzumerken ist, dass der DLC natürlich auch im Season Pass enthalten ist, welcher mit knapp 50€ erschreckend teuer ausfällt. Dafür verspricht der Entwickler allerdings nach und nach viele weitere Inhalte. Wir dürfen gespannt sein, was noch kommt und werden natürlich alle weiteren Inhalte ebenso unter die Lupe nehmen. Doch zurück zum Automatron: Nach gerade mal etwas unter 2 Stunden war die Questreihe bereits beendet. Im Rahmen dessen verschlug es mich in eine alte Roboterfabrik und zum großen Finale tief in eine alte Basis hinein, die jedoch außer vielen verzweigten Gängen wenig Abwechslung boten. 

Lohnt es sich?

Magere 500MB sind zu bewältigen, dann darf auch losgespielt werden. Für Komplettisten, die sich wirklich gar nichts entgehen lassen wollen, ist Automatron wahrscheinlich Pflicht. Und wie erwähnt macht das Konstruieren auch eine Menge Spaß, wenngleich die Blechkameraden leider typischerweise dazu neigen, an Wänden und Gängenständen etc. festzuhängen.

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Daher werden sie notfalls einfach wieder hinter den Spieler teleportiert, sollte dieser den Begleiter mal aus den Augen verlieren. So kann man’s natürlich auch machen. Für diejenigen, die ausschließlich auf große neue Gebiete aus sind und wenigstens mehrere Stunden Handlung mit vielen neuen Charakteren, Waffen und Rüstungen bieten, sollten sich den Kauf gut überlegen- Für Hobby – Konstrukteure, die Piper schon so oft flachgelegt haben, dass es ihnen nach Abwechslung verlangt, ist die Sache aber einen Blick wert!
 
Fazit

ava „Der erste kostenpflichtige Zusatzinhalt zu Fallout 4 bietet von der Roboter – Werkbank abgesehen keine großen Neuerungen und kränkelt außerdem an Abwechslung im Rahmen der sehr kurzen neuen Missionsreihe. Dafür macht das Basteln einen Heidenspaß. Nur die K.I. der Blechkumpel ist weniger gut gelungen. Da hilft auch der beste Schaltkreis nichts. Für Komplettisten interessant, für Puristen wahrscheinlich eher Zeit- und Geldvergeudung.“ 

PRO: 

+ Konstruktion von Robotern fügt sich sinnvoll ins Spiel ein
+ Zahlreiche Individualisierungsmöglichkeiten
+ Bindet wissenschaftliche Fertigkeiten des Charakters ein

CONTRA:

– Sehr kurze Questreihe
– Recht abwechslungsarm
– Uninteressante Geschichte ohne große Überraschungen

– Für das Gebotene im Grunde zu teuer
– Maue Begleiter – K.I. 

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